
1. Eckdaten
Titel: Verliebt in Lissabon: Rezepte aus der Stadt des Lichts
Autorin: Anne-Katrin Weber
Fotograf: Wolfgang Schardt
Verlag: Hölker Verlag
Erscheinungsjahr: 2025
2. Inhalt und Konzept
Beschreibung des Konzepts:
„Verliebt in Lissabon“ ist kein klassisches Kochbuch, sondern ein kulinarischer Spaziergang durch die Stadt des Lichts. Vom ersten Espresso am Morgen bis zum letzten Drink mit Blick auf den Tejo gliedern sich die Rezepte entlang eines typischen Tagesverlaufs. Frühstück, Streetfood, Mittagessen in der tasca, Strandküche, Barhappen und ein festliches Abendessen – alles dabei.Die Gerichte sind echte Klassiker der portugiesischen Küche, liebevoll ausgewählt und oft mit Fisch oder Meeresfrüchten, aber auch mit Fleisch, Gemüse oder süßem Gebäck.
Besonderheiten des Buches:
Begleitet werden die Rezepte von atmosphärischen Lissabon-Fotos und einem kleinen kulinarischen Wortschatz – perfekt, um die Sehnsucht nach Sonne, Atlantik und Pastéis de nata stilvoll anzuheizen. Die Führung durch den Tag wirkt besonders charmant: Genussmomente vom ersten Espresso bis zum letzten Schluck Portwein. Dazu gibt es kleine Einblicke in Cafés, Bars und kulinarische Alltagskultur, die das Buch stellenweise fast wie ein Reisetagebuch wirken lassen.
Struktur des Buches:
Das Buch beginnt mit einem stimmungsvollen Vorwort („Die Stadt des Lichts“) – eine Art poetischer Einstieg in das, was folgt: Tage voller kulinarischer Entdeckungen, fotografisch festgehaltenes Markttreiben, Sonnenlicht auf bunten Fliesen, Gassen, in denen es nach Kaffee, Sardinen und Gebäck duftet. Die Fotos zwischen den Kapiteln wirken wie aus einem hochwertigen Reisebildband – kommentarlos, aber mit großer erzählerischer Kraft.
Dann startet der kulinarische Tag mit dem Kapitel „Uma bica, por favor!“, dem portugiesischen Frühstück. Eine bica – der kleine schwarze Espresso – ist hier Ehrensache. Dazu gibt’s Käse-Schinken-Sandwiches, süße Brötchen wie das Pão de Deus, kleine Vanille-Croissants (die bekannten „Pastéis de nata“) und andere Backwaren, die in portugiesischen Cafés auf winzigen Untertassen serviert werden. Der Text erklärt charmant, wie tief der Kaffee im portugiesischen Alltag verankert ist – und dass man sogar Rabatt bekommt, wenn man ihn an der Theke trinkt.
Es folgt „Salgados im Sonnenschein“, eine Hommage an den Vormittagssnack. In Lissabon ist das die Zeit für herzhafte Kleinigkeiten – Stockfischkroketten, Eier mit Kräutern, kleine Gemüse-Küchlein oder belegte Brötchen mit Chouriço. Dazu vielleicht ein kleines Bier (imperial) und ein Café mit Blick über die Stadt. Die Kapiteltexte erzählen vom Lebensrhythmus der lisboetas, vom Essen auf Servietten und der Schönheit des Einfachen.
„O almoço na tasca“ bringt uns zur Mittagszeit – mitten ins lebhafte Treiben kleiner Nachbarschaftslokale. Es gibt deftige Gerichte wie Tomatensuppe, Meeresfrüchtereis, Feijoada (Bohneneintopf), gebratenen Makrelenfilet oder gebratenes scharf gewürztes Hähnchen mit Pommes frites. Die Einleitung nimmt uns mit in die kleinen tascas, wo auf Papiertischdecken serviert wird, wo das Tagesgericht mit Edding notiert ist – und wo man ins Gespräch kommt, über Fußball, das Leben und das beste Dessert.
Am Nachmittag heißt es in „Uma tarde junto à praia“: ab an den Strand oder in die Bar. Wer schon einmal die Küste bei Carcavelos besucht hat, erkennt den Ton sofort wieder: frittierte Krapfen, Orangeneis, gegrillte Garnelen oder ein erfrischender Weißer Port Tonic mit Rosmarin. Die Texte erzählen vom Ruf der bolinha-Verkäufer und der wohltuenden Langsamkeit am Wasser. Es ist das entspannteste Kapitel – ganz im Sinne eines langen Nachmittags unter der Sonne.
„Um jantar à beira do Tejo“ beschließt den Tag mit viel Geschmack und . Lammragout, Stockfischpfanne, Schweinefleisch mit Muscheln oder ein cremiges Karamelldessert – hier wird aufgetischt, was am Abend satt und selig macht. Der Text spannt dabei den Bogen zum kulturellen Leben der Stadt: Straßensänger, Bars, die Mischung aus Fado und Popmusik – und das Gefühl, dass Lissabon einen auch nachts nicht loslässt.
Den Abschluss bildet ein kleiner, aber feiner Serviceteil: kulinarischer Wortschatz, Zutatenregister und zusätzlich ein Rezeptverzeichnis – alles übersichtlich und liebevoll gestaltet.
Zwischen den Kapiteln sorgen stimmungsvolle, unkommentierte Bildstrecken für echtes Reisetagebuch-Feeling: Straßenszenen, Marktstände, frisches Obst und Gemüse, fangfrischer Fisch, knusprige Pastéis de nata, Kaffeemaschinen im Hintergrund und immer wieder die bunten Kacheln, die Lissabon prägen, in allen bunten Varianten. Diese Bilder wirken ganz für sich – still, aber eindrucksvoll. Wie Momentaufnahmen einer Reise, die man sofort selbst antreten möchte.
3. Zielgruppe
Dieses Buch ist ein Must-Have für alle, die Portugal lieben – oder es noch lieben lernen wollen. Wer schon einmal durch Lissabons Gassen geschlendert ist, wird sich sofort an den Klang der tasca, den Duft nach frisch gegrilltem Fisch und die flirrende Wärme auf den Kachelfassaden erinnern. Und wer noch nicht da war, bekommt spätestens nach dem dritten Rezept und den stimmungsvollen Fotos große Lust, einen Flug zu buchen. Besonders schön: Die Gerichte sind nicht nur für erfahrene Küchenprofis machbar. Viele Rezepte kommen mit wenigen Zutaten aus, sind sehr gut beschrieben und laden zum unkomplizierten Nachkochen ein. Und wer mal Lust hat, etwas aufwändiger zu kochen – etwa einen saftigen Bacalhau-Auflauf oder ein Dessert mit Karamell – findet hier ebenfalls reichlich Inspiration.
4. Rezepte und Vielfalt
Anzahl der Rezepte: 50 Rezepte.
Vielfalt der Gerichte:
Wer durch das Inhaltsverzeichnis blättert, merkt schnell: Die portugiesische Küche ist alles andere als eintönig – aber sie hat klare Favoriten. Fisch, Fleisch und Meeresfrüchte spielen in vielen Gerichten die Hauptrolle. Da gibt es Stockfisch in verschiedenen Varianten, Makrele gebraten, Riesengarnelen vom Grill, Muscheln im Weißweinsud, Huhn mit Pommes frites, Lammragout, Kalbfleisch mit Bohnen, Chouriço, Speck und natürlich Arroz de marisco, den wunderbar aromatischen Meeresfrüchtereis. Dazwischen: Tomaten- oder Zwiebelsuppe, ein paar frittierte Gemüsegerichte, hier und da ein Salat. Süß wird’s vor allem morgens und am Nachmittag: mit kleinen Küchlein, Krapfen, Puddings, Orangeneis am Stiel oder Schokoladentorte – oft einfach, aber mit viel Aroma.
Originalität und Kreativität:
Wichtig zu wissen: Die Gerichte orientieren sich stark an der traditionellen portugiesischen Alltagsküche – und die ist deftig, ehrlich und eben auch sehr fleisch- und fischlastig. Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, wird in diesem Buch fast gar nicht fündig. Es gibt ein paar Gemüsegerichte, aber keine rein vegetarische Linie. Dafür überzeugt das Buch mit Authentizität: Hier wird gekocht, wie in Lissabon gegessen wird – bodenständig, sättigend und voller Geschmack.
5. Schwierigkeitsgrad
Die Rezepte in „Verliebt in Lissabon“ sind gut nachkochbar – auch für ambitionierte Hobbyköch*innen ohne Profi-Erfahrung. Die Anleitungen sind klar formuliert, die Schritte logisch aufgebaut und es wird immer präzise erklärt, was zu tun ist. Auch das Layout hilft dabei: Zutaten und Zubereitung sind übersichtlich gegliedert, sodass man beim Kochen nicht ständig hin- und herblättern muss.
Manche Gerichte brauchen ein bisschen mehr Zeit – etwa, wenn der Fisch erst vorbereitet oder ein Eintopf länger köcheln soll. Doch kompliziert wird es dabei nie. Praktisch: Bei einigen Rezepten wird auf fertige Produkte zurückgegriffen, etwa bei Blätterteig – was die Umsetzung deutlich vereinfacht.
Die Zutaten sind meist gut erhältlich. Was es nicht im Supermarkt gibt, findet man oft online. Schwieriger wird es allerdings bei bestimmten Produkten: Portugiesische Wurstsorten, wie die unterschiedlichen Chouriço-Sorten, kann man zur Not teilweise mit spanischer Chorizo ersetzen. Auch frischer Fisch, Meeresfrüchte und das häufig geforderte aromatische Sommergemüse (wie die in den Rezepten explizit geforderten „aromatischen Tomaten“) sind nicht immer leicht aufzutreiben. Hier hilft es, auf TK-Ware zurückzugreifen oder saisonal zu denken – viele Gerichte machen im Sommer sowieso am meisten Spaß.
6. Fotografie und Design
Bildqualität:
Die „Rezept- und Stimmungsfotos“ (so die Bezeichnung im Buch) von Wolfgang Schardt sind mehr als nur schön – sie erzählen Geschichten. Geschichten von Frühstück auf dem Balkon, vom Nachmittagslicht, das sich über einen gedeckten Tisch legt, vom goldenen Schein, der durch ein Fenster fällt und ein Törtchen in Szene setzt wie ein kleines Kunstwerk. Licht ist überhaupt ein zentrales Gestaltungselement: Es wechselt mit der Tageszeit, spielt mit Schatten, betont Texturen, schafft Atmosphäre.
Neben den Gerichten selbst sind es die Schauplätze, die faszinieren. Wolfgang Schardt hat Lissabon mit liebevollem Blick eingefangen – seine Bilder zeigen nicht die touristischen Hochglanzspots, sondern Straßenszenen, Märkte, Bars, Alltägliches. Besonders ins Auge fällt die Leitmotivwahl der portugiesischen Kacheln: Azulejos, wohin man blickt. Als Wand, als Boden, als Muster auf Geschirr – sie ziehen sich durch das Buch wie ein visuelles Erkennungszeichen und verleihen jedem Kapitel ein eigenes, stimmiges Gesicht.
Was mir besonders gefällt: Die Bilder sind nicht überinszeniert. Vieles wirkt wie nebenbei fotografiert – aber mit einem Auge für genau den richtigen Moment. Das verleiht dem Buch Authentizität und macht das Blättern fast ein bisschen wie ein Spaziergang durch Lissabon.
Layout und Gestaltung:
Das Layout stammt von Andrea Högerle – und sie hat den Bildern von Wolfgang Schardt nicht nur Platz, sondern auch Struktur gegeben. Jedes Kapitel ist klar gegliedert, jedes Rezept sauber aufbereitet: Zutaten und Zubereitung sind getrennt, die Typografie ist schlicht, aber edel. Blau ist die Grundfarbe und kontrastiert somit wunderbar das Gelb des Sonnenlichts.
Die klassische Serifenschrift harmoniert wunderbar mit den Motiven des Buches – es wirkt, als würde sich die Gestaltung architektonisch an die Stadt anlehnen: strukturiert, geschmackvoll, mit Liebe zu Details.
Besonders gelungen finde ich, wie das Buch mit Wiederholungen spielt: Die Kacheloptik taucht nicht nur als fotografisches Motiv auf, sondern auch als visuelles Gerüst – etwa im Cover, das mit Zitronen, Kacheln und Sonnenlicht sofort die Richtung vorgibt.
Nutzung der Bilder:
Nicht jedes Rezept in „Verliebt in Lissabon“ wird von einem eigenen Bild begleitet – und auch wenn ich das persönlich immer ein wenig schade finde (man möchte ja doch wissen, wie’s am Ende aussehen soll), passt es in diesem Fall ins Konzept. Statt einer klassischen Rezeptfoto-Begleitung gibt es oft Detailaufnahmen: mal die Hauptzutat in Nahaufnahme, mal ein Teller im Schatten eines Fensters, mal ein ganz anderes Motiv – eine Gasse, ein Fliesenmuster, ein Marktstand. Es geht hier nicht allein ums Nachkochen, sondern ums Eintauchen. Das visuelle Konzept erzählt nicht bloß von Essen, sondern von der Stadt selbst – von ihrer Atmosphäre, ihrem Rhythmus, ihrem Licht. Die Bilder sind daher nicht nur Dekoration oder Serviervorschlag, sondern Teil einer größeren Geschichte, die sich über das ganze Buch entfaltet. Und in diesem Kontext funktioniert es erstaunlich gut, auch wenn man auf das ein oder andere klassische Food-Foto verzichten muss.
7. Sprache und Anleitungen
Anne-Katrin Weber versteht ihr Handwerk – das merkt man auch an der Sprache. Unterstützt wurde sie zudem von Julia Bauer-Triebke als Lektorin. Das hat sich gelohnt. Die Rezepte sind klar formuliert, ohne unnötige Ausschweifungen, und trotzdem liest sich alles freundlich und zugänglich. Keine Küchenprosa, aber auch keine trockene Gebrauchsanweisung. Die Anleitungen sind Schritt für Schritt nachvollziehbar, ohne dass man ins Grübeln gerät. Und wenn’s doch mal ein bisschen mehr Erklärung braucht – etwa bei Teigen oder beim Frittieren – wird das auch geliefert.
Besonders schön: Die kleinen Einleitungen zu den Rezepten oder Kapiteln sind charmant und atmosphärisch. Da geht es um Cafés und Marktstände, um Alltagsküche und kleine Rituale. Man fühlt sich beim Lesen fast ein bisschen wie auf Reisen – nicht belehrend, sondern begleitend. Genau richtig dosiert, um nicht zu überfrachten, aber genug, um Lust auf das nächste Rezept (und den nächsten Lissabon-Besuch) zu machen.
8. Besonderheiten
Was „Verliebt in Lissabon“ besonders macht, ist sein einzigartiges Konzept: Es ist nicht nur ein Kochbuch, sondern eine kulinarische Reise durch einen Tag in der portugiesischen Hauptstadt. Es ist eine Hommage an die Stadt, ihre Menschen und ihre Küche, die sowohl durch authentische Rezepte als auch durch stimmungsvolle Bilder und Texte besticht.
9. Preis-Leistungs-Verhältnis
Preis des Buches: 30,00 €
Mit diesem Preis liegt „Verliebt in Lissabon“ im oberen mittleren Preissegment für Kochbücher. Angesichts der hochwertigen Ausstattung – Hardcover mit Lesebändchen, 176 Seiten mit zahlreichen Farbfotografien – ist dieser Preis durchaus gerechtfertigt. Die Kombination aus authentischen Rezepten, stimmungsvollen Fotografien und liebevoller Gestaltung macht das Buch nicht nur zu einem Kochbuch, sondern zu einem kleinen Kunstwerk, das sowohl in der Küche als auch auf dem Wohnzimmertisch eine gute Figur macht. Für alle, die sich für die portugiesische Küche und Kultur interessieren, bietet das Buch ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
10. Gesamteindruck und Empfehlung
Schon beim ersten Durchblättern hat mich „Verliebt in Lissabon“ mit seiner liebevollen Gestaltung und den stimmungsvollen Fotografien in den Bann gezogen. Die Kombination aus authentischen Rezepten, atmosphärischen Bildern und charmanten Texten hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Alle nachgekochten Gerichte haben wunderbar funktioniert und köstlich geschmeckt – ein Zeichen für die präzisen und gut verständlichen Anleitungen.
Dieses Buch ist nicht nur ein kulinarischer Begleiter, sondern auch eine visuelle Reise durch die Stadt des Lichts. Es lädt zum Schmökern und natürlich zum Nachkochen ein und weckt das Fernweh. Für mich steht fest: „Verliebt in Lissabon“ gehört zu den LeseLust&Löffel-Lieblingen 2025.
11. Bewertung
Gesamtbewertung: 🥄🥄🥄🥄🥄 🥄
• Bewertung nach Kategorien:
• Inhalt und Konzept: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Zielgruppe: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Rezepte und Vielfalt: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Schwierigkeitsgrad: 🥄🥄🥄
• Fotografie und Design: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Sprache und Anleitungen: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Besonderheiten: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Preis-Leistungs-Verhältnis: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
12. Nachgekocht

die portugiesische Variante der Zwiebelsuppe mit Madeira Wein, Thymian und Sherryessig.
Hat sehr gut geschmeckt und wirklich ganz anders als die französische Schwester.

Das war megaköstlich und genau nach meinem Geschmack: richtig gehaltvolle Gemüsepuffer mit Wumms. Letzter kommt Cayennepfeffer hinein und an Gemüse finden sich darin Zucchini, Lauch, Kartoffel, rote Zwiebel, schwarze Oliven und reichlich frischer Koriander, etwas Zitronenschale und Knoblauch. Eier und etwas Mehl sorgen für die Bindung. Sehr gut! Ebenso wie das Erbsen-Bohnen-Gemüse, das mit TK-Ware blitzschnell gemacht ist und dann mit Zitronensaft und -schale, Olivenöl, Chiliflocken und Kreuzkümmel angemacht und warm serviert wird. Tolles Essen; würde ich auch Nicht-Vegetariern vorsetzen, ich denke, das überzeugt jeden davon, dass Gemüseküche nicht langweilig sein muss.


Und was für einer! Am Ende ist es eher ein großer Trüffel!

Der Kuchen ist mehl- und damit glutenfrei. Es kommen nur wenig gemahlene Mandeln hinein. Viel Schokolade, vier Eier (auf eine 22cm Form) und Zucker dazu, damit bleibt er sehr feucht und saftig und nach dem Backen kommt dann erst noch etwas Portwein darüber und dann eine Schokocreme als Decke darauf, wieder aus viel Schokolade und Sahne und etwas Butter.
Bei mir ist er nach dem Backen zur Mitte hin etwas abgesackt. Geschmacklich hammermäßig – in kleinen Stücken auch ein toller Dessertkuchen.

So einfach und so gut: Das Fleisch wird am Vortag mit reichlich frischem Knoblauch, frischem Rosmarin, Lorbeer, scharfen Pimentón de la Vera, Paprika edelsüß und Zitronensaft mariniert und am nächsten Tag in reichlich Olivenöl angebraten; dazu kommen dann noch Zwiebeln und aufgegossen wird dann mit reichlich Weißwein und alles darf im Ofen eine gute Stunde weiterschmörgeln. Dazu wird Koriander-Reis gereicht; einfach Reis mit reichlich Koriandergrün versetzt. Sehr schmackhaft! Das wird hier bestimmt ein Klassiker.

Tradtionell bereitet man es wohl auch gerne mit Ziege zu – würde ich auch gerne einmal ausprobieren, aber mangels Quelle steht das hinten an.

Es darf „gepickt“ werden (pica pau heißt Specht) – Hüftsteak wird angebraten, Knoblauch dazu und dann wird der Bratensatz mit Weißwein losgekocht und mit Dijon Senf und Worcestershire Sauce gewürzt. Etwas kalte Butter für die Bindung dazu geben, dann Mixed Pickles und Oliven so wie schwarze Oliven unterheben. Sehr einfach und sehr lecker.

Kalbfleisch Lissabonner Art mit geschmorten weißen Bohnen (S. 124)
Das Kalbfleisch wird gewürfelt und angebraten, dann dürfen Zwiebeln und Knoblauch dazu, Tomaten und Tomatenmark sowie reichlich Portwein sowie eine halbe Chouriço in Scheiben dazu. Nach einer Stunde auf dem Feuer kommen noch Kartoffeln und Oliven dazu und dürfen noch gar kochen.
Die Bohnen werden nach dem Wässern über Nacht mit reichlich Lorbeer gekocht und dann mit Knoblauch angedünstet. Dann kommen Tomaten, Tomatenmark, Chiliflocken und Gemüsebrühe dazu und alles darf 30 Minuten sachte köcheln. Dann wird noch mit Majoran oder gehackter Petersilie (hier und
) gewürzt und beides zusammen serviert. Sehr, sehr gut – das Fleisch wird megazart und durch die Wurst bekommt das Ganze viel Aroma. Die Bohnen passen toll.

Blätterteig und eine köstliche Puddingcreme – kein Wunder, dass diese Spezialität Portugals besonders bekannt in aller Welt ist. Köstlich! 🤤

Im Rezept wird Schweine- oder Rindergulasch verwendet, hier gab es nur letzteren und dazu Chourizo in dünne Scheiben geschnitten. Schwarze Bohnen, Tomatenstücke (aus der Dose), Lorbeer, Pfeffer und etwas Pimentón de la Vera – mehr braucht es nicht, um dieses sehr schmackhafte Eintopfgericht zu kochen.
Die Zeit auf dem Herd war hier länger als die angegebenen 45-60 Minuten, aber das war sicherlich auch dem Rindergulasch geschuldet. Ich habe es am Vorabend vorgekocht und es schmeckte am nächsten Tag auch noch besser, wie immer bei dieser Art von Gericht. Vor dem Servieren wird noch reichlich frische Petersilie untergehoben und auf den Teller kommen noch Reis und Orangenscheiben oder -spalten.
Sehr lecker!
