
1. Eckdaten
Titel: Italien – Das Kochbuch
Autoren: Frank Buchholz & Björn Freitag
Verlag: Tre Torri Verlag
Erscheinungsjahr: 2023
2. Inhalt und Konzept
- Beschreibung des Konzepts
„Italien – Das Kochbuch“ ist eine leidenschaftliche Hommage zweier deutscher Spitzenköche an die italienische Küche – eine Küche, die für beide mit Emotionen, Erinnerungen und persönlicher Geschichte verbunden ist. Björn Freitag und Frank Buchholz wollten endlich einmal ein Buch machen, das frei ist von Fernsehformaten, Zielgruppenerwartungen und Kompromissen – einfach etwas, das ihnen selbst Spaß macht und ihrer kulinarischen Liebe Ausdruck verleiht. Und so war schnell klar: Wenn’s ums Kochen mit Herz geht, landen beide immer wieder in Italien.
Der Fokus des Buches liegt auf alltagstauglicher italienischer Küche – mit frischen Zutaten, ohne Chichi, dafür mit viel Geschmack und mediterranem Lebensgefühl. Frank Buchholz betont dabei besonders die Bedeutung von Olivenöl als „vielleicht wichtigste Zutat Italiens“ (S. 9) und die Freiheit, die italienisches Kochen erlaubt: Es muss nicht perfekt sein, sondern soll Freude machen. Einfache Gerichte, viele davon mit Supermarkt-Zutaten umsetzbar, treffen auf Klassiker, die man mit etwas mehr Muße angehen kann.
Was ich besonders charmant finde: Es geht den beiden nicht um Authentizität als Dogma, sondern um den italienischen Geist. Der zeigt sich in ihrer Definition als „Herzensküche“ – unkompliziert, herzlich, vielfältig. Und dass sie auch einmal eine Ravioli mit Sauerkrautfüllung ins Spiel bringen, zeigt: Sie meinen das mit der kreativen Freiheit ganz ernst. - Besonderheiten des Buches
Eine große Stärke des Buches ist der sehr persönliche Zugang beider Autoren zum Thema. Frank Buchholz hat familiäre Wurzeln in Apulien und erinnert sich an ein sehr kommunikatives, gastfreundliches Miteinander beim Essen. Seine Kindheitserinnerungen an Tomatensaucen, die gemeinsam eingekocht wurden, oder an frisch geerntete Auberginen aus dem Garten geben dem Buch Tiefe – das ist nicht nur Kulinarik, das ist gelebte Kultur.
Björn Freitag bringt seine eigenen Erfahrungen aus vielen Italienurlauben mit ein – als Kind in der Toskana, fernab der klassischen Adria-Route. Was ihm besonders auffiel: die Produktliebe, die in Italien eine ganz andere Intensität hat. Seine Rezepte sind denn auch eher „italienisch angehaucht“, während Frank die klassischen Linien stärker fährt. Diese Mischung macht das Buch spannend – mal traditionell, mal spielerisch, aber nie bemüht.
Auch methodisch zeigt sich ein lockerer Zugang: Zutaten dürfen ersetzt, weggelassen oder variiert werden. Kein „Oberstudienrat-Kochstil“, wie Frank es nennt (S. 13), sondern eine Einladung zum Kochen ohne Angst – ganz im Geist der italienischen Alltagsküche. - Struktur des Buches
Das Buch ist klassisch italienisch aufgebaut – und das meine ich durchaus im besten Sinne: Es folgt dem typischen Menüverlauf mit Antipasti, Primi Piatti, Secondi Piatti und Dolci. Die Kategorien sind klar voneinander abgegrenzt, jede beginnt mit einer Doppelseite, auf der die enthaltenen Rezepte aufgelistet sind – das hilft beim schnellen Überblick und wirkt zugleich sehr aufgeräumt.Besonders reizvoll sind die kurzen Einleitungen zu jedem Kapitel. Statt nüchterner Vorworte erwartet die Leser*innen jeweils ein kleines Gespräch zwischen Frank Buchholz und Björn Freitag, das mal unterhaltsam, mal informativ, oft auch sehr persönlich daherkommt. In der Einleitung, erzählen die beiden zum Beispiel, was sie mit Italien verbindet und wie dieses Buch entstanden ist. Das Kapitel wirkt wie ein kleines kulinarisches Gespräch unter Freunden – bodenständig, emotional und charmant.
Danach folgen die Rezeptkapitel. Auch hier erwartet die Leser*innen jeweils ein kleines Gespräch zwischen Frank Buchholz und Björn Freitag, das mal unterhaltsam, mal informativ, oft auch sehr persönlich daherkommt. So erfährt man beim Einstieg in die Antipasti, dass es den beiden nicht um Showküche geht – Antipasti sollen unkompliziert, lecker und gesellig sein. Sie erzählen, wie sich Holzbrettchen und kleine Schälchen perfekt zum Teilen eignen, wie Bitterstoffe im Radicchio den Gaumen öffnen und ein guter Prosecco schon zum ersten Lächeln am Tisch führen kann. Auch Olivenöl bekommt in diesem Kontext eine große Bühne – nicht nur geschmacklich, sondern auch emotional: Björn Freitag schildert, wie die Spritzigkeit eines hochwertigen Öls ein Gericht tragen kann, während Frank Buchholz an die zerstörerische Olivenbaum-Krankheit in Apulien erinnert – ein Thema, das für ihn weit über Kulinarik hinausgeht.
Diese Kapitelauftakte machen das Buch nicht nur strukturierter, sondern auch lebendiger – sie holen die Leser*innen ab, geben Hintergrundinfos und bauen ein echtes Gefühl von Nähe und Verständnis auf. Man hat das Gefühl, den beiden Autoren beim Küchengespräch zuzuhören, Dialoge, wie man sie auch aus den Fernsehsendungen der beiden kennt.
In ihrem Antipasti-Kapitel, dominieren leichte, aromatische Vorspeisen wie Zucchini- und Auberginenröllchen, Tomaten-Bruschetta, Panzanella oder Vitello Tonnato Platz, es findet sich aber auch etwas Ausgefalleneres wie ein „Radicchiosalat mit Linsenvinaigrette“.
Die Primi Piatti bilden aus meiner Sicht das Herzstück des Buches – mit Pasta, Risotto und Gnocchi in großer Bandbreite. Auch dieses Kapitel beginnt mit einem kleinen Dialog, der direkt Lust aufs Kochen macht – und dabei ganz klar zeigt: Bei Pasta, Risotto und Gnocchi wird’s ernst. Für Frank Buchholz ist Pasta ein Muss – am liebsten selbst gemacht. Gerade bei gefüllter Pasta wie Ravioli oder Tortellini rät er ausdrücklich davon ab, zur Supermarktvariante zu greifen – zu dicker Teig, zu lange Garzeiten, zu wenig Finesse. Selbst bei gekaufter Pasta empfiehlt er, auf Qualität zu achten, etwa auf die rauere Oberfläche von in Bronzeformen gepressten Sorten, weil sie die Sauce besser aufnehmen.
Björn Freitag gibt praktische Tipps – etwa zum Salzgehalt des Nudelwassers („sollte nach Meer schmecken“) – und beschreibt Gnocchi als Königsdisziplin. Seine Analogie zu Thüringer Klößen bringt nicht nur ein charmantes Bild, sondern auch eine wohltuende Erdung ins Kapitel. Auch beim Risotto sind sich beide einig: Es darf nicht fest sein, soll „schlotzig“ bleiben – und bitte kein al dente-Reis, der sich zwischen den Zähnen verhakt. Man spürt: Hier kochen zwei mit echter Erfahrung und Liebe zur Sache.
Hier treffen Klassiker wie Pasta alla Norma oder Lasagne alla Bolognese auf kreative Varianten wie „Kürbis-Agnolotti mit Sugo vom Hirsch“ oder „Schwarzes Tintenfisch-Risotto“ oder eher (fast osteuropäisch) inspirierte „Sauerkraut-Tortellini im Pilzsud“.
Es folgt das Kapitel Secondi Piatti, das sich den Hauptgerichten widmet. Es startet ebenfalls mit einem Gespräch zwischen den Autoren – und macht schnell klar, worin sich ein italienischer Hauptgang von einem deutschen oder französischen unterscheidet: weniger Zutaten, weniger Chichi, keine Kohlenhydrate. Frank Buchholz bringt es auf den Punkt: Die Secondi bestehen meist nur aus Fleisch oder Fisch, etwas Gemüse und Sauce – das war’s. Und genau das macht sie in seinen Augen so modern: leicht, klar, reduziert.
Spannend ist auch der Exkurs zum Thema Braten. Während viele Olivenöl beim scharfen Anbraten skeptisch gegenüberstehen, geben Buchholz und Freitag Entwarnung – bei guter Qualität sei das kein Problem. Freitag geht sogar noch weiter und erklärt, warum er manchmal Rapsöl ergänzt – wegen des höheren Omega-3-Gehalts. Diese Praxisnähe tut dem Kapitel gut. Genauso wie der augenzwinkernde Abschluss: Während Buchholz auf saisonale Gemüseideen setzt, gesteht Freitag, dass er „jeden Tag dünne Kalbsscheiben mit Weißweinsauce“ essen könnte – so ehrlich darf ein Kochbuch auch mal sein. Wie schon bei den vorherigen Kapiteln macht auch dieser Einstieg Lust, sich weiter durch das Buch zu blättern – nicht nur wegen der Rezepte, sondern weil hier kulinarische Leidenschaft mit fundiertem Wissen und persönlicher Handschrift zusammenkommt.
Vom Ossobuco alla Milanese über „Saltimbocca von der Perlhuhnbrust mit geschmorten Möhren und Madeirasauce“ bis hin zu vegetarischen Ideen wie einem „Würzigen Auberginenauflauf“ oder „Artischockenherzen mit Parmesanschaum“ – die Auswahl ist groß, die Kombinationen oft überraschend, wie zum Beispiel beim „Seelachs auf Steckrüben mit scharfer Wurst“. In diesem Kapitel wird besonders deutlich, dass hier auch zwei Sterneköche am Kochtopf standen.
Mit Piatti Unici widmen sich die Autoren jenen Gerichten, die für sich allein stehen – „auf einmal satt machen“, wie sie es nennen. Auch dies Kapitel beginnt mit einem launigen und zugleich alltagstauglichen Einstieg. Frank Buchholz nimmt es mit der italienischen Menüfolge selbst nicht so streng: Zwei Gänge reichen ihm oft völlig, und gerade unter der Woche darf’s ruhig mal nur ein Teller Pasta oder Pizza sein – Hauptsache, es schmeckt und macht satt. Die Autoren plädieren für Genuss ohne Dogma, und das zieht sich durch alle Rezepte in diesem Kapitel.
Björn Freitag outet sich als großer Pizza-Fan – ob dünn und kross wie in Neapel oder fluffig wie im Blech aus Norditalien. Für ihn steht und fällt alles mit der Qualität der Tomaten. Besonders schön finde ich seine Anleitung, wie man zu Hause mit einfachen Mitteln eine richtig gute Pizza hinbekommt: Ofen richtig heiß, Pizzastein ordentlich vorheizen, beim Einschieben den Ofen nicht zu lang offen lassen, damit die Temperatur nicht sinkt. Und ganz pragmatisch: ein hölzerner Teigschieber hilft. Frank Buchholz bringt es abschließend charmant auf den Punkt: Pizza ist keine Religion – und auch wenn jemand Gouda drauf mag, darf das erlaubt sein. Die Italiener seien da selbst nicht immer so streng, meint er augenzwinkernd.
Mit diesem Einstieg zeigt das Kapitel genau das, was Piatti Unici versprechen sollen: unkomplizierter Genuss, alltagstauglich, aber mit Anspruch. Ob Pizza, Fisch oder Fleisch – hier wird nicht aufgetischt, hier wird gegessen. Es gibt es „Blechpizza mit Kirschtomaten“, aber auch eine ungewöhnlichere Variante: „Pizza mit sauren Zwiebeln und Kapern, „Involtini vom Milchkalb auf Tomaten-Kartoffelstampf und Rosmarinöl“ oder „Gebratene Jakobsmuscheln mit Spargelrisotto und Tomatenpesto“. Auch dieses Kapitel ist eine schöne Einladung zum Auswählen zwischen unkomplizierten Genießen und anspruchsvollere Kochkunst.
Das Dessert-Kapitel Dolci fällt etwas kleiner aus, hat aber einige schöne Ideen parat – etwa ein „Erdbeer-Tiramisù“ im Glas, den klassischen Mandelkuchen („Torta di Mandorle“), ein mit Saft zur Sahne versetztes „Panna Cotta mit Erdbeer-Rhabarber-Kompott“ oder eine „Lasagne von der Buttermilchmousse mit Orangen-Mandelblättchen“. Sehr fein!
Es schließt den Menü-Rezeptteil ab – und auch hier geben Frank Buchholz und Björn Freitag wieder ganz persönliche Einblicke. Für Björn Freitag ist Tiramisù der Dauerbrenner – am liebsten täglich, „wenn’s nur nicht so satt machen würde“. Frank Buchholz hingegen bevorzugt leichtere, frische Desserts mit Frucht, Kräutern oder etwas Würze – zum Beispiel mit Olivenöl, das für ihn auch bei Süßspeisen eine tragende Rolle spielen kann. Er schätzt Panna Cotta mit saisonalen Früchten, weil sie sich immer irgendwie einbauen lässt – ein schönes Sinnbild für die lockere Herangehensweise des Buches insgesamt.
Besonders charmant ist Freitags Geständnis zum Spaghetti-Eis: Zwar nicht ursprünglich italienisch, aber für ihn ein Teil seines ganz persönlichen Italienbilds. Vanilleeis, Erdbeersauce, leicht angefrorene Sahne – dafür würde er nachts aufstehen. Genau solche kleinen Anekdoten machen die Kapitel-Einstiege so lesenswert: Man hat beim Lesen das Gefühl, nicht nur Rezepte zu bekommen, sondern kulinarische Geschichten, Erinnerungen und Vorlieben.
Praktisch und durchdacht ist das Kapitel mit Grundrezepten. Hier finden sich Fonds, Pesto, Pizzateig, Butterschmalz und vieles mehr – also all das, was man für die Umsetzung der Hauptrezepte braucht, aber nicht jedes Mal aufs Neue erklärt bekommen muss.
Dazu kommen Einkaufstipps rund um drei zentrale Zutaten der italienischen Küche: Olivenöl, Pasta und Wein. Die Hinweise sind informativ und persönlich formuliert – fast wie kleine Küchentipps von zwei erfahrenen Freunden.
Ein kurzes Register nur mit den Rezepttiteln schließt das Buch ab. Es erfüllt seinen Zweck, ist aber eher knapp gehalten.
Insgesamt ist die Struktur logisch, ansprechend und alltagstauglich – sie erlaubt sowohl das Nachkochen eines ganzen Menüs als auch das schnelle Herauspicken einzelner Lieblingsgerichte. Die Vielzahl an Rezepten deckt alle Gelüste ab: von „leicht & frisch“ bis „deftig & satt“.
3. Zielgruppe
„Italien – Das Kochbuch“ richtet sich an alle, die mit einem Glas Wein in der Hand gern mal in kulinarische Italienträume abtauchen – und dabei nicht unbedingt auf minutiöse Anleitung oder dogmatische Originalrezepte bestehen. Wer die italienische Küche liebt, aber keine Angst vor ein bisschen Improvisation hat, wird sich hier sehr wohl fühlen.
Ganz klar: Auch die Fans von Frank Buchholz und Björn Freitag werden mit diesem Buch angesprochen – und zwar sehr direkt. Das merkt man nicht nur an der persönlichen Tonlage und den Anekdoten, sondern auch an der auffällig hohen Zahl an Porträtfotos der beiden. Mal am Herd, mal an der Pastamaschine, mal beim Abschmecken, mal mit dem Glas in der Hand – das hat fast schon den Charakter eines kulinarischen Tagebuches mit Promifaktor. Wer die beiden also aus dem Fernsehen kennt (etwa aus „Lecker an Bord“ oder „Die Küchenschlacht“), wird sich freuen, ihnen auch hier wieder zu begegnen.
Voraussetzung für den Gebrauch dieses Buches ist ganz klar: Mitdenken – und zwar einiges – sowie gute bis sehr gute Kocherfahrung. Denn so sehr ich das Buch in seiner Idee und Aufmachung schätze, bei den Rezeptanleitungen hört die Pasta-Romantik leider auf. Es fehlen teils wichtige Zwischenschritte, Mengenangaben sind ungenau oder schlicht nicht nachvollziehbar, und bei manchen Rezepten musste ich fast detektivisch vorgehen, um überhaupt herauszufinden, wie das Ganze am Ende funktionieren soll. Wer also einsteigerfreundliche, selbsterklärende Rezepte sucht, wird hier enttäuscht. Dieses Buch fordert heraus – und leider nicht immer auf die gute Art.
4. Rezepte und Vielfalt
- Anzahl der Rezepte: über 70
„Italien – Das Kochbuch“ bietet eine solide Auswahl, die auf den ersten Blick großzügig wirkt. Inklusive Grundrezepte, die ebenfalls gut ein Dutzend Seiten füllen, kommt man auf eine ansprechende Rezeptdichte. Wer auf der Suche nach einer breiten vegetarischen Auswahl ist, wird eher enttäuscht.
- Vielfalt der Gerichte
Die Auswahl deckt grundsätzlich die gesamte Bandbreite einer italienischen Speisefolge ab – von Antipasti über Pasta und Risotto bis zu Fleisch- und Fischgerichten, Pizza-Varianten und Dolci. Die Antipasti wirken frisch und abwechslungsreich, die Pasta-Kreationen sind ein echtes Highlight des Buches. Hier zeigen sich Buchholz und Freitag in Bestform: mal klassisch wie bei der „Lasagne alla Bolognese“, mal kreativ wie bei „Süßkartoffel-Ravioli mit Tomatenfond und Rinderfilet“. Bei den Secondi Piatti wird’s dann schnell sehr fleischlastig. Zwar gibt es auch vegetarische Gerichte, aber die treten gegenüber Lamm, Kalb, Rind und Meeresfrüchten deutlich in den Hintergrund. Die „Vegetarische Kohlroulade“ – inzwischen so etwas wie der vegetarische Signature-Dish von Björn Freitag – wirkt hier fast etwas gezwungen und die Oliven und der Parmesan können hier nicht darüber hinweg täuschen, dass das Gericht recht westfälisch ist.
Auch beim Dessert bleibt die Vielfalt überschaubar: Erdbeeren, Mandeln und Panna Cotta dominieren, wenn auch in Variation – solide, aber keine große Überraschungen. Originalität und Kreativität
Die Handschrift der beiden Autoren wird in vielen Rezepten spürbar – besonders dann, wenn sie über den Tellerrand hinausdenken. Ravioli mit Sauerkrautfüllung? Saltimbocca vom Seeteufel? Lasagne mit Buttermilchmousse und Orangen-Mandelblättchen? Solche Ideen zeigen: Hier waren keine Puristen am Werk, sondern zwei Köche, die sich trauen, mit Tradition zu spielen. Das ist mutig – manchmal auch etwas gewollt, aber nie langweilig. Nicht jedes Gericht überzeugt durchgehend, aber man spürt den Willen zur Eigenständigkeit. Besonders gelungen sind die Kombinationen, bei denen klassische Komponenten wie Polenta, Aubergine oder Salbei ein neues Gewand bekommen.Was leider durch all die Kreativität hindurchschimmert: Die Rezeptqualität schwankt. Manche Anleitungen sind brilliant durchdacht, andere dagegen lassen Fragen offen oder wirken unfertig. Das mindert natürlich den Gesamteindruck – gerade, wenn man sich auf die Originalität einlassen möchte, aber an unklaren Angaben scheitert.
5. Schwierigkeitsgrad
Auf den ersten Blick wirkt „Italien – Das Kochbuch“ wie ein Buch für ambitionierte Hobbyköch*innen – und das ist es auch. Allerdings nicht unbedingt im besten Sinne. Die Rezepte selbst reichen von sehr einfach (z. B. Bruschetta oder Panzanella) bis hin zu aufwendigeren Gerichten mit mehreren Komponenten, langen Zutatenlisten und vielen Arbeitsschritten. Daran wäre grundsätzlich nichts auszusetzen – wenn die Anleitungen dem auch gerecht würden.
Tatsächlich aber ist der Schwierigkeitsgrad des Buches eher schwer kalkulierbar, weil sich die Qualität der Rezepte stark unterscheidet. Es fehlt an klaren Zeitangaben, teils stimmen die Mengenangaben überhaupt nicht, und bei komplexeren Gerichten sucht man vergeblich nach hilfreichen Tipps oder Zwischenschritten. Wer bereits viel Kocherfahrung mitbringt, kann das mit Wissen, Gefühl und Erfahrung ausgleichen – wer sich dagegen auf das Buch verlassen muss, wird schnell ins Schwimmen geraten. Und vor allen Dingen muss es einem erst einmal auffallen…
Besonders ärgerlich ist, dass gerade bei anspruchsvolleren Gerichten wie gefüllter Pasta, Gnocchi oder Fisch in Salzkruste ausgerechnet die Hinweise fehlen, die entscheidend wären. Das Buch verlangt also ein hohes Maß an Mitdenken, eine gewisse Frustrationstoleranz – und im Zweifel einen Notfallplan in der Speisekammer.
Kurz gesagt: Dieses Buch ist nichts für Einsteiger*innen. Wer sich aber nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt, improvisieren kann und sich von einem unvollständigen Rezept mit falschen Mengenangaben nicht den Abend verderben lässt, der wird mit viel Geschmack, schönen Gerichten und einer Extraportion Italiengefühl belohnt.
6. Fotografie und Design
- Bildqualität
Die Fotos im Buch stammen von verschiedenen Fotografen, allen voran Arne Landwehr – und das sieht man: stilistisch ist das alles andere als aus einem Guss. Manche Bilder sind atmosphärisch, andere wirken eher wie schnelle Momentaufnahmen. Es gibt tolle Aufnahmen von Zutaten, vom Kochen und von der Stimmung „drumherum“, aber auch einige Bilder, die weder technisch noch kulinarisch wirklich überzeugen. Nicht jedes Gericht wird durch ein Foto begleitet – und wenn doch, zeigt es nicht immer das fertige Essen, sondern manchmal nur eine Zutat, einen Zwischenschritt oder gleich ganz andere Motive. Dazu kommen offensichtlich verwendete Stockfotos, die das Gesamtbild etwas beliebig machen. - Nutzung der Bilder
Was die Bilddramaturgie angeht, ist Luft nach oben. Zwar gibt es bei fast jedem Rezept ein zugeordnetes Bild, aber eben nicht zwingend vom Gericht selbst. Stattdessen sehen wir oft die beiden Autoren in Aktion – mal kochend, mal beim Servieren. Das ist charmant, wenn man Fan ist, aber beim Nachkochen nicht immer hilfreich. Gerade bei schwierigeren Gerichten wäre hier mehr Funktionalität schön gewesen – denn Bilder sollen nicht nur dekorieren, sondern auch leiten. - Layout und Gestaltung
Das Layout stammt von Tommas Bried (3c4y Graphic Design), und man merkt sofort: Hier wurde Wert auf klare Struktur gelegt. Der Kontrast von Schwarz und Weiß zieht sich durch das gesamte Buch – angefangen beim Cover mit seinen stilisierten Profilen der beiden Köche bis zu den Kapiteltrennern auf markanten schwarzen Doppelseiten. Die Rezepte selbst sind im Doppelseiten-Format angelegt: links das Foto, rechts die Anleitung. Zutaten und Zubereitung sind klar voneinander getrennt – ein Pluspunkt. Was allerdings wirklich ärgert: Einige Rezepte sprengen das Doppelseitenprinzip, sodass man beim Kochen blättern muss. Und das ist im Eifer des Gefechts einfach nur unpraktisch.
Typografisch ist das Buch gut lesbar: Die Rezepttitel in großer, verspielter Schriftart setzen moderne Akzente, die Fließtexte sind klassisch und funktional. Insgesamt wirkt das Buch optisch stimmig – wenn man vom inhaltlichen Chaos absieht, das sich leider in den Rezeptangaben wiederfindet. Das Cover, mit seinen ineinander verwobenen Linien zwischen den Köpfen der Köche, ist vielleicht unbeabsichtigt die ehrlichste Vorschau auf das, was einen erwartet: kulinarische Leidenschaft trifft auf strukturelles Durcheinander.
7. Sprache und Anleitungen
Zunächst das Positive: Die Sprache im Buch ist angenehm lesbar, locker, oft mit einem charmanten Augenzwinkern versehen. Besonders die kleinen Interviews zu Beginn der Kapitel sind lebendig, persönlich und wirken wie ein Gespräch am Küchentisch. Verantwortlich für die redaktionellen Beiträge ist laut Impressum Paul Kern. Ob er auch die Interviews mit Frank Buchholz und Björn Freitag geführt hat oder nur in Textform gebracht, bleibt offen – aber die Tonlage stimmt. Man liest die Zeilen gern, fühlt sich angesprochen und gut unterhalten.
Doch so freundlich der Textfluss auch ist – bei den Rezeptanleitungen hört der Spaß leider oft auf. Hier drängt sich eine zentrale Frage auf: Wer hat hier eigentlich den Überblick verloren? Herausgegeben wurde das Buch von Ralf Frenzel, einem alten Hasen der Genussbuchszene – umso erstaunlicher ist, wie viele gravierende Schwächen sich in den Rezeptteil eingeschlichen haben. Eine mögliche Erklärung, reine Spekulation natürlich, wäre: Die Rezepte stammen direkt aus den Küchen der beiden Köche und wurden im Verlag übernommen, vielleicht mit der Absprache, sie für den Hausgebrauch aufzubereiten und anzupassen – was allerdings, vorsichtig gesagt, nur sehr bedingt gelungen ist.
Denn was man hier findet, wirkt oft wie aus einer Restaurantküche direkt ins Druckmanuskript gewandert: utopische Mengenangaben (eine Béchamelsauce mit 250 g Butter und 200 g Mehl auf 650 ml Milch!), unklare Formulierungen und der wiederholte Einsatz von Zutaten, die in der Einleitung noch als problemlos erhältlich angekündigt werden, im Alltag aber schlicht nicht im Supermarktregal stehen. Sepiabeutel? Eingelegte Senffrüchte? Silbergelatine ? Ohne erläuternde Hinweise oder Bezugsquellen wird das zur unnötigen Hürde – und widerspricht der eigentlich guten Absicht, italienisch unkompliziert und genussvoll zu kochen.
Was ebenfalls irritiert: Produktnamen werden nicht konsequent erklärt oder durchgezogen. So wird in einem Rezept mit „Strohschwein“ geworben – im Text selbst heißt es dann nur noch „Schweinekotelett“. Dabei macht die Qualität des Produkts einen riesigen Unterschied – geschmacklich, aber auch ideologisch. Solche Ungenauigkeiten lassen nicht nur potenzielle Chancen für Wissensvermittlung verstreichen, sondern hinterlassen auch das Gefühl, dass zwischen Anspruch und Umsetzung eine Kluft liegt.
Fazit: Die Texte selbst lesen sich angenehm, der Ton stimmt – aber bei den Rezeptanleitungen fehlt es an redaktioneller Sorgfalt. Wer sich hier durchkochen will, braucht entweder viel Erfahrung oder ein sehr entspanntes Verhältnis zu Missgeschicken am Herd.
8. Besonderheiten
„Italien – Das Kochbuch“ hat viele Gesichter – und genau das ist vielleicht seine größte Besonderheit. Es ist kein reines Rezeptbuch, sondern eine kulinarische Collage aus Erinnerungen, Gesprächen, Lieblingsgerichten und Küchenmomenten. Besonders sind die Einleitungen zu jedem Kapitel, in denen Frank Buchholz und Björn Freitag ganz persönlich von ihren Erfahrungen erzählen. Das ist charmant, nahbar und sorgt dafür, dass man sich als Leser*in abgeholt fühlt – als säße man mit einem Glas Rotwein in der Hand am Küchentisch und lauschte zwei leidenschaftlichen Köchen beim Schwärmen.
Auch das Konzept der „Piatti Unici“ ist ein schöner Akzent – Gerichte, die für sich allein stehen, alltagstauglich und trotzdem besonders sind. Dazu kommt der Mix aus traditionellen und kreativen Rezepten, der das Buch aus der Masse an Italien-Kochbüchern durchaus heraushebt. Nicht viele Werke trauen sich, Ravioli mit Sauerkraut zu kombinieren oder Lasagne zur Buttermilchmousse zu erklären.
Und dann sind da die vielen Fotos der beiden Köche selbst. Man merkt schnell: Dieses Buch ist auch für ihre Fans gemacht. Wer Frank Buchholz und Björn Freitag aus dem Fernsehen kennt, wird sich über die vielen Aufnahmen freuen – beim Kochen, beim Probieren, beim Pasta-Ausrollen. Das hat fast schon Coffee-Table-Charakter und verleiht dem Buch eine Art visuelles Storytelling. Für andere mag das vielleicht zu viel Inszenierung sein – aber es ist eben Teil des Konzepts.
Besonders – wenn auch im anderen Sinne – ist leider auch die Unordnung im Rezeptteil. Die Mischung aus professionellem Anspruch und unvollständiger Anleitung lässt das Buch an entscheidenden Stellen stolpern. Das ist schade, denn die Idee dahinter ist gut. Man hätte aus diesem Projekt mit etwas mehr redaktioneller Sorgfalt ein echtes Highlight machen können. So bleibt es ein Buch mit vielen besonderen Momenten – aber eben auch mit deutlichen Schattenseiten.
9. Preis-Leistungs-Verhältnis
- Preis des Buches: 29,90 Euro
Mit diesem Preis liegt „Italien – Das Kochbuch“ im gängigen Rahmen hochwertiger Kochbücher – zumindest auf den ersten Blick. Man bekommt ein solide gebundenes Buch, gut fotografiert, mit modernem Layout, klar gegliedert und reich bebildert. Auch die persönliche Note durch die vielen Fotos und Gespräche mit den beiden Köchen gibt dem Buch einen gewissen Mehrwert – es fühlt sich wie ein Herzensprojekt an, das mehr sein will als nur eine Rezeptsammlung.
Aber: Wer sich das Buch kauft, weil er sich von zwei sympathischen Fernsehköchen alltagstaugliche, gelingsichere italienische Lieblingsrezepte erhofft – so wie es im Vorwort versprochen wird – der wird enttäuscht. Der entscheidende Teil, nämlich die Rezepte, ist schlicht zu fehlerhaft. Unklare Mengenangaben, fehlende Zwischenschritte, professionelle Zutatennennung ohne Erklärung, umständliche Seitenumbrüche und teils unrealistische Umsetzungsideen lassen den praktischen Nutzwert des Buches drastisch sinken. Gerade wer nicht aus der Profiküche kommt – also genau die Zielgruppe, die angesprochen wird – steht damit zu oft ratlos da.
Kurz gesagt: Das Buch sieht aus wie ein kulinarisches Versprechen – warmherzig, italienisch, nahbar. Es klingt wie ein Abend mit Freunden. Aber sobald man kochen möchte, beginnt das große Rätselraten. Für ein Kochbuch ist das ein echter Mangel, der sich im Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich niederschlägt.
10. Gesamteindruck und Empfehlung
„Italien – Das Kochbuch“ ist ein Buch, das mich beim ersten Durchblättern sofort begeistert hat. Es hat Charme, es hat Charakter – und es bringt zwei bekannte Fernsehköche auf sehr persönliche Weise zwischen die Buchdeckel. Die kleinen Gespräche zu Beginn der Kapitel, die stimmungsvollen Fotos, die Kombination aus Klassikern und kreativen Neuentdeckungen: All das macht Lust aufs Kochen, aufs Blättern, aufs Nach-Italien-Sehnen.
Aber dann kommt man zum eigentlichen Kern – den Rezepten – und da gerät das Buch leider ins Wanken. Zu viele Fehler, zu viele unklare Angaben, zu viele Stolperfallen. Manchmal wirkt es fast so, als hätte man ein sehr schönes kulinarisches Tagebuch in Händen, aber kein verlässliches Kochbuch. Und das ist schade, denn das Potenzial wäre da gewesen: Die Gerichte klingen oft fantastisch, die Zutaten sprechen für sich, die Handschrift der Köche ist unverkennbar. Nur leider fehlt die redaktionelle Sorgfalt, die es gebraucht hätte, um aus diesem Buch einen echten Alltagsbegleiter zu machen.
Ich kann das Buch all jenen empfehlen, die es als Inspirationsquelle nutzen möchten – als Einblick in die kulinarische Welt von Frank Buchholz und Björn Freitag, mit dem nötigen Abstand zur Praxistauglichkeit. Wer Freude an schöner Gestaltung, persönlichen Anekdoten und einem Hauch Italien für zwischendurch sucht, wird hier durchaus fündig. Wer hingegen ein Buch sucht, das einen zuverlässig durch einen Kochabend führt, der wird sich leider öfter die Haare raufen.
Für mich bleibt „Italien – Das Kochbuch“ ein Buch mit vielen schönen Momenten, aber auch mit ärgerlichen Lücken. Es ist wie ein italienisches Menü, bei dem die Antipasti toll sind, die Pasta überrascht, der Hauptgang etwas zu salzig gerät – und das Dessert leider den Löffel zu früh abgibt.
11. Bewertung
- Gesamtbewertung: 🥄🥄
- Bewertung nach Kategorien:
•Inhalt und Konzept: 🥄🥄🥄
•Zielgruppe: 🥄
• Rezepte und Vielfalt: 🥄🥄🥄
• Schwierigkeitsgrad: 🥄
• Fotografie und Design: 🥄🥄🥄
• Sprache und Anleitungen: 🥄
• Besonderheiten: 🥄
• Preis-Leistungs-Verhältnis: 🥄
12. Nachgekocht

Vorab: die Teigtaschen kamen – entgegen der Empfehlung von Frank Buchholz – fertig vom Italiener. Immerhin handgemacht und mit der typischen, leicht süßlichen Kürbisfüllung. Der Sugo schmeckte hervorragend – aber hätte ich mich sklavisch an das Rezept gehalten, wäre es wohl nicht so gut gelungen. Das beginnt schon mit der Gewürzmischung, die u.a. mit 4 EL Wacholderbeeren, 3 Sternanis und 5 Lorbeerblättern sicherlich für mehr als 600 g Hirsch gedacht war… Auch insgesamt 2,5 Liter Flüssigkeit schienen mir für diese Fleischmenge viel zu viel. Was mit dem Gemüse für die Sauce nach dem Schneiden passieren soll, steht nirgendwo in der Anleitung.
Besonders ist bei Rezepten, dass manche Angaben stimmig erscheinen und andere dann so völlig schräg. 🤷♀️ In die Sauce kommen Wurzelgemüse, Tomatenmark, Madeira, Port- und Rotwein sowie Wildfond und neben der Gewürzmischung noch Chili, Zimt und Bitterkuvertüre. Alles darf sehr lange im Backofen schmoren und dann darf das Fleisch nach dem Durchseihen und Aussortieren der Gemüse noch in der Sauce schmörgeln, bis es ganz zart ist und der Sugo sämig eingekocht. Ein toller Geschmack am Ende! Harmonierte prächtig mit der Pasta.

Ein Klassiker – geht eigentlich auch ohne Rezept, zumal ich „meine“ Bolognese genauso wie in diesem Rezept mache: mit Sellerie, Karotte, Lauch, Zwiebel, Knoblauch, Tomaten und mit Rinderhack. Gewürzt wird mit Basilikum, Rosmarin, Thymian und Oregano. Aber auch in diesem Rezept finden sich Fehler. Dabei sind Druckfehler wie „für 4 Pportionen“ zu vernachlässigen, aber bei einer Béchamelsauce in die auf 650 ml Milch 250 Gramm Butter und 200 Gramm Mehl kommen sollen, bin ich doch vorsichtshalber abgebogen und habe Butter und Mehl zumindest halbiert und die Flüssigkeitsmenge belassen, was bereits eine sehr dicke, aber noch streichfähige Sauce ergeben hat. Wahrscheinlich wäre es mit einem Streichen der jeweiligen 0 auch noch besser gegangen. Etwas ungewöhnlich, aber sicherlich eine richtige Rezeptangabe: in der Butter für die Béchamel werden noch Zwiebeln mit angeschwitzt.
Überbacken wird einer Mischung aus Gouda und Emmentaler. Das Ergebnis hat uns gut geschmeckt, aber mehr Butter hätte wirklich nicht dran sein dürfen…



Die Panna Cotta wird aus Sahne und Saft und Abrieb jeweils einer Zitrone und einer Orange gemacht und mit Vanille, Zimt und Sternanis und später noch etwas Grand Marnier aromatisiert. Auch hier hat sich ein Fehler eingeschlichen – was mit dem Abrieb passieren soll, steht nicht in der Zubereitung.

Die aufgekochte Vanillesahne wird durch ein Sieb gegeben und mit „Silbergelatine“ verrührt und dann kalt geschlagen, bevor sie in zum fest werden in den Kühlschrank kommt. Silbergelatine findet sich in keinem Supermarkt – es wäre hier hilfreich gewesen, hier eine alltagstaugliche Angabe zu machen. Der Hobbykoch weiß nichts von Bloomzahlen und will es auch nicht wissen. Hier hätte übrigens auf die Menge auch es etwas weniger Gelatine getan.
Die Panna Cotta war aber geschmacklich sehr gut – durch den Saft und die Gewürze in der Creme ist sie etwas frischer und feiner als der Klassiker. Das Erdbeer-Rhabarber-Kompott klingt auch raffiniert und werde ich auf jeden Fall, wenn die Saison da ist, nachkochen.