
1. Eckdaten
Titel: Köstlich kommt von kostbar
Autor*innen: Team der Höhenberger Biokiste
Verlag: Höhenberger Biokiste (Eigenverlag)
Erscheinungsjahr: 2020
2. Inhalt und Konzept
• Beschreibung des Konzepts:
Köstlich kommt von kostbar ist ein ganz besonderes Projekt – entstanden inmitten der Corona-Zeit, als bei der Höhenberger Biokiste nicht nur die Nachfrage nach Bio-Kisten sprunghaft anstieg, sondern auch viele neue Menschen ins Team kamen und manche Bereiche nicht mehr bedient werden konnten oder mussten und somit Ressourcen freigesetzt wurden. Jochen Saacke, der Geschäftsführer, schreibt in seinem Vorwort, dass genau diese außergewöhnliche Situation die Entstehung des Buches überhaupt möglich gemacht hat. Mit an Bord: professionelle Köchinnen, Ernährungswissenschaftlerinnen, Medientechniker und eine Fooddesignerin – ein Team, das aus der Krise ein kreatives Highlight hervorgebracht hat. Und das merkt man jeder Seite an.
Trotz (oder gerade wegen) des Eigenverlags ist dieses Buch ein professionelles, durchdachtes, inhaltlich wie gestalterisch überzeugendes Kochbuch geworden – das sich in vielerlei Hinsicht mit den Großen messen kann. Chapeau!
• Besonderheiten des Buches.
Das Buch ist nicht über den üblichen Buchhandel erhältlich, sondern ausschließlich direkt bei den Höhenbergern oder vereinzelt über regionale Bio-Kisten-Anbieter. Meins kam über meine Biokiste – und ich bin ehrlich froh darüber. Es passt bestens in die Rubrik „Das besondere Kochbuch“.
Neben Rezepten gibt es eine Vielzahl an Extras: Tipps zur veganen Umstellung, Hinweise zum Ersatz tierischer Produkte, eine kluge „Resteküchenliste“ zur Vermeidung von Verschwendung und persönliche Noten, die zeigen, wie viel Herzblut in diesem Werk steckt. Es ist nicht einfach ein vegetarisches Kochbuch – es ist ein Statement für bewusstes Essen und ein liebevoller Beitrag zur nachhaltigen Esskultur.
• Struktur des Buches:
Auf den ersten Blick wirkt die Kapitelstruktur von „Köstlich kommt von kostbar“ recht klassisch: Vorspeise, Salat, Für zwischendurch, Hauptspeise, Dessert, Backen. Doch schaut man genauer hin, zeigt sich: Diese Einteilung wird den tatsächlichen Inhalten des Buches kaum gerecht.
Zwar ist das Inhaltsverzeichnis so aufgebaut, doch es listet nicht alle Rezepte vollständig auf – und auch ein alphabetisches Register sucht man leider vergeblich. Gerade beim Nachschlagen kann das ein wenig umständlich sein. Ein kleiner Wermutstropfen.
Was dagegen sehr gelungen ist: Am Seitenrand der Rezeptseiten befindet sich ein farblich codiertes Register, das beim Durchblättern sofort Orientierung bietet – ein kleines Daumenkino mit großer Wirkung! Und dieses Register ist deutlich differenzierter als die Kapitelüberschriften.
Hier finden sich:
- Vorspeise (z. B. Kürbisbruschetta, Couscous mit Erdbeeren)
- Suppe (z. B. Bärlauchschaumsüppchen, Wurzelzweierlei, Petersilienwurzelsuppe sowie Bärlauch-Käsestangen als Begleiter)
- Brühe (Caros Gemüsebrühe – Basis vieler Gerichte)
- Carpaccio (Mairübchen-Carpaccio, Rote-Bete-Carpaccio)
- Salat (u. a. Brezenknödelsalat, Rucolasalat mit Erdbeeren und Spargelspitzen, Kartoffelsalat orientalisch, Couscous-Salat, sowie ein „Dressing-Quintett“ mit fünf Rezeptideen für pfiffige Salatsaucen)
- Smoothie (u. a. Sanddorn-Smoothie, Green Shot)
- Pesto (Caros Bärlauch-Pesto)
- Aufstrich (u. a. Berglinsen-Aufstrich, Feta-Walnuss-Aufstrich, Tomaten-Pistazien-Aufstrich, Mariannes Hummus)
- Soße (Rhabarber-Tomaten-Chutney, Kathis Spinatsoße)
- Burger (Christines Kidneybohnen-Burger, Kohlrabi-Burger)
- Gebacken (u. a. Rotkohlquiche mit Fetakruste, Shiitake-Quiche, Mairübchen-Flammkuchen mit Thymian und Ziegenkäse, Pak Choi-Schiffchen)
- Pfanne (z. B. Sellerieschnitzel mit Kräuterdip, Pak Choi mit Kartoffelstampf und Apfel-Chutney, Erbsen-Reis-Bratlinge, Ismaels Falafel, Mangoldspätzle, Bärlauch-Polenta mit Tomatensugo)
- Knödel (z. B. Rote-Bete-Knödel mit Meerrettichsoße, Kaspressknödel, Pak-Choi-Gemüsebraten)
- Topf (u. a. Buntes Quinoa mit weißem Gemüseragout, Graupenrisotto mit Champignons, Blumenkohl ayurvedische Art, Grünes Kürbis-Curry)
- Nudeln (z. B. Pasta mit Spargel in Ricotta-Zitronen-Soße, Kärntner Kasnudeln)
- Ofen (z. B. Ofentomaten, Grießrauten mit Staudenselleriegemüse, Gefüllter Fenchel, Rainers Spitzkraut-Quinoa, Steckrübenlasagne)
- Auflauf (z. B. Knuspriger Brotauflauf, Evas Spargelauflauf)
- Strudel (u. a. Lila Kartoffelstrudel, Mangold-Strudel)
- Dessert (u. a. Pannacotta mit Kokos und Rhabarbersoße, Sommer in Orange, Beeren-Crumble, Mousse au Chocolat)
- Backen (z. B. Süßkartoffel-Muffins, Buttermilchwaffeln, Buchweizenwaffeln mit Hollerblüten, Pastinaken-Zitronen-Muffins)
Nicht zu vergessen: Am Ende des Buches findet sich eine „Resteküchenliste“, die nach Zutaten geordnet ist. Zwar listet sie nicht alle Rezepte vollständig, bietet aber einen schönen Impuls zur saisonalen und nachhaltigen Verwertung von Lebensmitteln. Insgesamt zeigt sich hier eine sehr durchdachte Rezeptsammlung, die sich von gängigen Kategorien löst und stattdessen mit Küchenlogik, Alltagstauglichkeit und saisonaler Vielfalt punktet.
3. Zielgruppe
Menschen, die Wert auf biologische, vegetarische (teilweise vegane) Ernährung legen und Inspiration für die Alltagsküche suchen. Besonders geeignet für Familien, Kochanfänger*innen und alle, die saisonal-regional kochen möchten.
4. Rezepte und Vielfalt
Anzahl der Rezepte: rund 100
Vielfalt der Gerichte:
Von schnellen Alltagsklassikern über kreative Resterezepte bis hin zu gebackenen Desserts reicht die Palette. Die Mischung aus herzhaft und süß ist gut ausgewogen, saisonale Bezüge durchgängig sichtbar.
Originalität und Kreativität:
Das Buch bietet eine charmante Kombination aus klassischer vegetarischer Hausmannskost und modernen pflanzenbasierten Impulsen. Besonders positiv: Es finden sich viele individuelle Rezepte, die nicht aus dem Mainstream stammen, sondern aus echten Küchenerfahrungen hervorgehen.
5. Schwierigkeitsgrad
Die Rezepte in „Köstlich kommt von kostbar“ sind durchweg alltagstauglich – kein Hexenwerk, sondern ehrliche, machbare Küche. Die Anleitungen sind klar formuliert und gut nachvollziehbar, auch wenn der eine oder andere Zubereitungsschritt etwas ausführlicher ausfällt, als es unbedingt nötig wäre. Erfahrene Köchinnen und Köche dürfen sich hier und da gern erlauben, kleine Abkürzungen zu nehmen.
Doch gerade für Einsteiger*innen bietet das Buch eine sehr gute Grundlage: übersichtliche Zutatenlisten, leicht erhältliche Produkte und eine klare, verlässliche Sprache.
Besonders hilfreich finde ich die kleinen Symbole, die jedes Rezept begleiten – ein schönes Extra zur Orientierung:
- 🌱 Ein Blatt zeigt: vegan.
- 🌙 Ein Mond mit Schlafmütze warnt vor zusätzlich einzuplanender Ruhezeit.
- ⏱ Eine Stoppuhr bedeutet: geht schnell!
- ✨ Ein Zauberstab markiert besondere Rezepte mit dem gewissen Etwas.
Ein kleines, aber durchdachtes System, das die Rezeptauswahl im Alltag wirklich erleichtert – und mir persönlich schon einige Male beim Planen geholfen hat.
6. Fotografie und Design
• Bildqualität:
Die Fotos stammen von Chris, der nicht nur hinter der Kamera stand, sondern auch die komplette grafische Gestaltung des Buches übernommen hat – und das sieht man: Die Aufnahmen sind durchdacht, stimmungsvoll und hoch appetitlich. Jedes Gericht wurde von Ela liebevoll angerichtet und mit feinem Gespür für Details verziert.
Die Gerichte selbst leuchten regelrecht aus den Bildern heraus, was nicht zuletzt am konsequent eingesetzten dunklen Fotohintergrund liegt. Das Spiel mit Licht und Schatten zieht sich durch das gesamte Buch und verleiht den Bildern eine Tiefe, die man selten in Kochbüchern findet – besonders nicht in solchen aus dem Eigenverlag. Großes Kompliment!
• Layout und Gestaltung:
Das Layout ist sehr klar strukturiert – jedes Rezept nimmt eine Doppelseite ein, sodass man beim Kochen nicht umblättern muss. Die Grundfarbe ist ein helles Grau, das sich durch alle Rezeptseiten zieht und einen ruhigen, reduzierten Rahmen bildet.
Auf der linken Seite steht das Rezept: Zutaten sind sauber gegliedert, oft ergänzt durch kleine Tipps. Besonders schön: Die Kombination aus gut lesbarer Druckschrift und handschriftlichen Akzenten, die jedem Rezept eine persönliche Note geben. Abgerundet wird das Ganze durch kleine Zeichnungen, die zwischendurch auftauchen – charmante Hingucker, die das Buch noch liebenswerter machen.
• Nutzung der Bilder:
Jedes Rezept wird von einem eigenen Foto begleitet – das ist keine Selbstverständlichkeit, und umso schöner, dass es hier gelungen ist. Die Bilder helfen bei der Orientierung, machen Lust aufs Nachkochen und vermitteln ein sehr klares Bild vom fertigen Gericht.
Gerade in Kombination mit der aufgeräumten Gestaltung entsteht so ein durch und durch professioneller Eindruck – und das in einem Buch, das aus einem ganz anderen Kontext kommt als die üblichen Verlagsprodukte.
7. Sprache und Anleitungen
Die Sprache in „Köstlich kommt von kostbar“ ist klar, freundlich und schnörkellos. Man merkt sofort: Hier schreiben keine Starköch*innen mit Profilneurose, sondern Menschen, die wirklich wollen, dass ihre Rezepte nachgekocht werden – in echten Küchen, mit echten Zutaten.
Die Anleitungen sind gut strukturiert und verständlich. Schritt für Schritt wird man durch die Rezepte geführt, ohne dass man sich verloren fühlt. Für Anfängerinnen sind die Erklärungen absolut geeignet – aber auch erfahrene Hobbyköchinnen fühlen sich nicht unterfordert.
Besonders schön: Immer wieder finden sich kleine Tipps am Rand. Sie sind nicht nur nett formuliert, sondern auch richtig hilfreich. Da steht dann zum Beispiel, wie man ein Rezept ganz einfach vegan abwandeln kann, worauf man bei bestimmten Zubereitungstechniken achten sollte oder welche Zutat sich eignet, wenn gerade keine Saison für das Original ist. Solche Hinweise machen das Buch besonders alltagstauglich – und zeigen, dass hier Menschen mitgedacht haben, die selbst oft und gerne kochen.
Dazu kommt die angenehme Mischung aus sachlicher Druckschrift und handschriftlichen Akzenten – das wirkt nahbar und einladend.
Hier wird nicht nur vermittelt, wie man etwas kocht – sondern wie man es mit Freude und Gefühl tut.
8. Besonderheiten
„Köstlich kommt von kostbar“ ist in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Kochbuch. Nicht nur, weil es im Eigenverlag entstanden ist – sondern weil es zeigt, wie viel Kraft, Kreativität und kulinarische Kompetenz in einem Gemeinschaftsprojekt stecken können.
Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus professionellem Anspruch und persönlicher Note: Das Buch ist durch und durch hochwertig gestaltet, ohne abgehoben zu wirken. Es ist bodenständig und modern zugleich. Dass Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen – von der Küche über die Ernährung bis zum Grafikdesign – mitgewirkt haben, spürt man auf jeder Seite.
Ein echtes Highlight ist das Symbolsystem, das jedes Rezept begleitet: Vegan? Mit Ruhezeit? Blitzschnell oder besonders raffiniert? All das erkennt man auf einen Blick – und das macht die Planung im Alltag deutlich leichter.
Auch die Resteküchenliste am Ende des Buches verdient einen eigenen Platz unter den Besonderheiten. Sie ordnet viele der enthaltenen Rezepte nach ihrer Hauptzutat – eine schöne Idee für alle, die wissen wollen, was sich mit einem halben Kürbis oder ein paar übrig gebliebenen Möhren noch Feines anstellen lässt. Zwar ist die Liste nicht vollständig, aber sie vermittelt ein Bewusstsein für Ressourcenschonung – und das passt wunderbar zum Geist des Buches.
Nicht zuletzt ist da der Umstand, dass dieses Kochbuch nicht im Buchhandel erhältlich ist. Man bekommt es nur direkt bei der Höhenberger Biokiste oder – wenn man Glück hat – über die eigene Bio-Kiste. Ein kleines Stück Exklusivität also, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
9. Preis-Leistungs-Verhältnis
Preis des Buches: 19,95 Euro
Mit einem Preis von 19,95 € ist „Köstlich kommt von kostbar“ mehr als fair bepreist – ja, fast schon erstaunlich günstig, wenn man bedenkt, was man dafür bekommt: über 220 Seiten voll mit vegetarischen und veganen Rezepten, durchgehend bebildert, hochwertig fotografiert, klug strukturiert und liebevoll gestaltet.
Dazu kommt der ideelle Wert: Man unterstützt mit dem Kauf nicht nur ein Buch, sondern ein Projekt, das aus einer anthroposophischen Lebensgemeinschaft entstanden ist – und das mit großer Sorgfalt und Herzblut realisiert wurde.
Im Vergleich zu vielen Kochbüchern aus großen Verlagen, die oft das Doppelte kosten und trotzdem weniger liefern, ist dieses Buch ein echtes Schnäppchen. Oder besser gesagt: ein Schatz, den man entdecken muss.
10. Gesamteindruck und Empfehlung
„Köstlich kommt von kostbar“ ist für mich eine echte Überraschung – und zwar eine im allerbesten Sinne. Was hier im Eigenverlag entstanden ist, übertrifft in seiner Gesamtheit so manches Verlagserzeugnis: Professionell gestaltet, klug strukturiert, atmosphärisch bebildert und mit einem Rezeptschatz, der nicht auf Effekthascherei setzt, sondern auf echte Alltagstauglichkeit mit Herz und Haltung.
Man spürt die Sorgfalt, mit der hier gearbeitet wurde – vom Team in der Küche über die Gestaltung bis hin zu den liebevoll geschriebenen Tipps und Hinweisen. Dieses Buch ist nicht laut, nicht trendgetrieben, sondern bewusst, nachhaltig und ehrlich. Ein vegetarisches Kochbuch, das genau das leistet, was viele andere nur versprechen.
Ich bin wirklich froh, dass es den Weg in meine Küche gefunden hat – und möchte es allen ans Herz legen, die saisonal, pflanzenbasiert und mit einer Extraportion Achtsamkeit kochen möchten.
Ein leises, starkes Buch mit bleibendem Eindruck.
11. Bewertung
Gesamtbewertung: 🥄🥄🥄🥄🥄 🥄
Bewertung nach Kategorien:
• Inhalt und Konzept: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Zielgruppe: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Rezepte und Vielfalt: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Schwierigkeitsgrad: 🥄 🥄🥄
• Fotografie und Design: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Sprache und Anleitungen: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Besonderheiten: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
• Preis-Leistungs-Verhältnis: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄
12. Nachgekocht

Eine schöne vegane Risotto-Idee -reichlich Zwiebel und zwei kleine Pak Choi-Stauden (nur die Stiele) werden in Olivenöl angeschmort, dann kommt Risottoreis dazu und schließlich wird mit Gemüsebrühe nach und nach angegossen.
Zuletzt, wenn der Reis fast gar ist, wird Kokosmilch zugegeben. Die Pak Choi Blätter werden blanchiert und kommen dann in Streifen geschnitten ebenfalls am Ende dazu, genauso wie Zitronensaft und gehackte Petersilie. Als Topping kommen in Kokosfett angeröstete Semmelbrösel, die mit Zitronenschale vermischt werden, auf das Risotto.
Sehr gute Idee, fein und lecker.


Ganz einfach – der Rhabarber kommt in einen feinen Rührteig mit vielen Eiern bzw. Eigelb, denn ein Teil des Eiweißes wird für die Haube gebraucht: für einen Mandel-Baiser. Besonders viel Rhabarber ist nicht darin— nur eine Lage, aber so harmoniert es schön.

Mariannes Bratkartoffeln (S. 122)
sind in Wirklichkeit ein wunderbarer lauwarmer Kartoffel-Spargel-Salat, zufällig vegan zudem. Beides wird gebraten, die gewürfelten Kartoffeln vorher gekocht. Dazu kommen noch getrocknete Tomaten, Rucola, Frühlingszwiebeln und Pinienkerne und ein einfaches, aber köstliches Dressing aus Walnussöl, Weißweinessig, Senf und Ahornsirup. So köstlich! Perfekt!

Mairüben mal anders…

Der Teig ist eigentlich eher ein Pizzateig aus Dinkelmehl und Hefe.
Für den Belag wird Crème fraîche mit frischem Thymian verrührt und die Mairübchen fein gehobelt und in einer Mischung aus Zitronensaft, Olivenöl, süßem Senf und Salz/Pfeffer mariniert. Vor dem Backen kommt noch Ziegenfrischkäse on top und nach dem Backen werden noch Weintrauben und Chilistückchen darauf verteilt – und noch einmal Thymian. Den konnte es gut gebrauchen, da die Mairüben ja nicht sooo viel Eigengeschmack mitbringen.
War wirklich sehr gut – mal was anderes und eine neue Verwertung für die schönen, dicken weißen Rübchen.

Der Rezepttitel unterschlägt die ebenso wichtigen grünen Bohnen im Rezept und Sonnenblumenkerne kommen auch noch hinein, hier und heute durch Pinienkerne ersetzt. Saft und Schale einer Zitronen geben eine feine Säure, Rosmarin ist das Gewürz – passt prima und für ein bisschen Wumms kommt noch Parmesan dazu. Die Cherrytomaten sind nicht nur optisch schön dazu, sondern sorgen auch geschmacklich Frische.


Ein einfaches veganes Rezept, aber mal was anderes: in die Taler kommen gepresste Kartoffeln und Maisgrieß und Bärlauch. Daraus werden die Taler geformt und dann in Kokosöl (hier Olivenöl) gebraten. Für das Spargelragout werden die Stangen kurz bissfest vorgegart, dabei wird etwas Spargelwasser aufgefangen. Eine Zwiebel in Olivenöl anbraten, mit Mehl bestäuben und ein Gemisch aus Spargelwasser und (Hafer-)Sahne angießen. Leicht einköcheln lassen, Spargel zugeben, mit Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken – fertig. Einfach gut!