Denise Snieguolé Wachter – Vilnius

1. Eckdaten

• Titel: Vilnius – Rezepte, Geschichten und Menschen aus Litauen

• Autorin: Denise Snieguolė Wachter

• Verlag: at Verlag

• Erscheinungsjahr: 2024

Sieger in der Kategorie „Newcomer“ und „Osteuropa“ beim Deutschen Kochbuchpreis 2024. Mein Urteil dazu als Mitglied der Jury: 

Dieses Buch hat Herz – auf jeder Seite ist die Zuneigung der Autorin zur litauischen Heimat ihrer Mutter spürbar. Natürlich steht das Essen im Mittelpunkt – vorwiegend die authentische und ursprüngliche Küche Litauens, aber auch die modernen Einflüsse aus Europa und der Welt sind in einigen Rezepten zu finden. Schließlich ist Vilnius doch die geographisch „zentralste“ Stadt Europas, wie Denise Snieguolé Wachter zu berichten weiß. Die Würdigung der bewegten Geschichte und das Besondere an Litauen und seiner Hauptstadt herauszustellen, ist ihr ein besonderes Anliegen. Ebenfalls sehr spannend ist die Vorstellung einiger aktuell führender Gastronomen der Stadt, die jeweils auch ein Rezept beisteuern. Das Buch ist wunderschön aufgemacht – das stimmige und übersichtliche Layout und vor allem auch die lebendigen und toll in Szene gesetzten Fotos machen aus dem Buch ein kleines Meisterwerk, das eine Lücke in den Büchern zur osteuropäischen Länderküche schließt.“ 

Aber nun ins Detail… 

2. Inhalt und Konzept

• Beschreibung des Konzepts:
Das Buch ist eine kulinarische Reise durch die litauische Küche, insbesondere die der Hauptstadt Vilnius. Es verbindet traditionelle Rezepte mit modernen Interpretationen und persönlichen Geschichten der Autorin, die einen tiefen familiären Bezug zu Litauen hat. Zudem werden Porträts von Persönlichkeiten der jungen Gastroszene in Vilnius vorgestellt.

• Besonderheiten des Buches:
Es ist das erste Kochbuch zur litauischen Küche im deutschsprachigen Raum und bietet neben Rezepten auch Einblicke in die Kultur und Geschichte Litauens. Nicht nur Hobbyköch*innen, sondern auch Reisende, die sich im Urlaub gerne kulinarisch inspirieren lassen und für Gastro-Tipps dankbar sind, erhalten hier zahlreiche Anregungen. Die persönliche Geschichte der Autorin und die Vorstellung moderner litauischer Gastronom*innen verleihen dem Buch einen besonderen Charme, denn es gelingt Denise Sniegoulè Wachter die Menschen durch ihre Beschreibungen lebendig werden zu lassen und sie wirken durchweg sympathisch, so dass man sich über das persönliche Kennenlernen freuen würde. 

• Struktur des Buches:
„Vilnius“ beginnt mit einer Einleitung, in der die litauische Hauptstadt vorgestellt wird und die Beweggründe der Autorin, dieses Buch zu schreiben, erläutert werden. Denise Sniegoulé Wachters Mutter ist Litauerin und entsprechend hat die Familie das Land oft bereist, um Familie und Freunde zu besuchen. Und natürlich spielt das gemeinsame Essen immer eine große Rolle bei solchen Zusammenkünften und die Mutter hat auch in Deutschland ihre litauischen Gerichte gekocht und ihren Kindern weitergegeben.  Die baltischen Republiken haben in den vergangenen drei Jahrzehnten eine rasante Entwicklung genommen. Sie blicken auf einen reichen Kulturschatz zurück, haben sich aber derart schnell nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion modernisiert, dass sie vielen anderen europäischen Ländern inzwischen in einigen Bereichen der Entwicklung weit voraus sind. Diesen gelungenen Spagat in der Entwicklung des Landes zwischen Erhalt der großen Kulturgüter und vielen der alten Traditionen und gleichzeitiger Auf- und Annahme von modernen Einflüssen spiegelt das Buch im Hinblick auf die Kulinarik perfekt  wider.  Snieguolé Wachter verspricht einen „Streifzug durch die abwechslungsreiche Küche der litauischen Hauptstadt“ ohne den „Anspruch auf Vollständigkeit“, der „vor allem Lust aufs Nachkochen“ machen soll (S. 9).
Die kurze Vorstellung der litauischen Landeshauptstadt weckt die Reiselust – zumal auch junge Gastronom*innen im Buch vorgestellt werden und jeweils auch ein Rezept beisteuern. Ein schöner Service ist der „Food-Guide“ (S. 15), der einen QR-Code zu einer interaktiven Karte enthält, in der die Autorin Restaurants, Cafés und Märkte markiert hat, die sie besonders empfehlen kann und die fortlaufend aktualisiert wird. Damit ist das Buch auch ein kleiner kulinarischer Reiseführer durch Vilnius. 

Das Buch ist  in acht Kapitel unterteilt:
1. Kleinigkeiten
Hier finden sich Rezepte für Snacks, Salate („Litauischer Brotsalat“, „Mamas Käsesalat“) und Imbisse oder kleine Mittagessen (diverse Pfannkuchen oder Bagel mit Pastrami Lachs) sowie Saucen (z.B. eine litauische Aioli; Pfifferlingssauce) und Begleiter (wie Chutneys). 

2. Für jeden Tag
Alltagsküche spielt hier die Hauptrolle – einfache Gerichte, die schnell auf dem Tisch sind. Dazu gehören Suppen, Beilagensalate und Vorspeisen aus Gemüse, leichte Fischgerichte mit Hering, Makrele, Forelle und Saibling, ein Graupenrisotto und ein schnelles Pastagericht („Pinke Pasta mit Dillpesto und Ricotta“).

3. Für den Vorrat
Das Haltbarmachen und Fermentieren von Obst und Gemüse ist in Litauen noch weit verbreitet. Dementsprechend stellt die Autorin Klassiker vor (Essiggurken, Rote Bete, marinierte Pilze und eingelegtes Gemüse).

4. Alle an einem Tisch
Gastfreundschaft wird in Litauen groß geschrieben und alle am Tisch sollen satt und glücklich werden. Entsprechend enthält das Kapitel litauische Hausmannskost und Comfort Food. Rouladen, die typischen Teigtaschen „Koldūnai“ und „Kibinai“, ein „Vilnius-Burger“, das berühmt-berüchtigte „Chicken Kiev“, das hier „Kiewer Kotelett“ heißt, Schaschlik und Kartoffelsalate finden hier ihren Platz. 

5. Aus dem Wald
Wie der Name vermuten lässt, spielen hier Pilze (wie im gesamten Buch) eine wichtige Rolle und natürlich auch Beeren. Von einfachen und leichten Gerichten (Crostini mit Waldpilzen, Frittata, gebratenen Steinpilzen) über eine Suppe (mit Miso verfeinert) bis hin zu Salat, Spaghetti, einem Hähnchen-Auflauf und einem Heidelbeer-Risotto ist für jeden Geschmack etwas dabei. 

6. Alles mit Kartoffeln
Neben den Pilzen kommt auch die Kartoffel häufig in den Rezepten vor, z.B. im heimlichen Nationalgericht, den „Cepelinai“. Das sind wie ein Zeppelin geformte gefüllte Kartoffelknödel, die mit unterschiedlichen Füllungen präsentiert werden. Ein anderer Klassiker der litauischen Küche ist „Kugelis“ – ein Kartoffelkuchen mit oder ohne Fleisch. Dasselbe gilt für die Kartoffelwaffeln, die überall im Baltikum gerne in herzhaft oder süß angeboten werden. Typisch für Litauen sind die „Samogitischen Kartoffelpfannkuchen“, die gefüllt und paniert in Öl ausgebacken werden. Eine litauische Variante der Gnocchi werden hier ebenso vorgestellt wie eine Variante eines Schichtsalates mit Kartoffelstampf, Räucherforelle und Roter Bete. 

7. Durstlöscher
Ein alkoholisches und sieben alkoholfreie Getränke werden hier präsentiert – darunter ein Heißgetränk, der „Waldtee“. Typisch für die Region ist auch Brot als Grundstoff für Getränke, die Autorin stellt hier „Gira“, den litauischen Brottrunk auf Roggensauerteig-Brot-Basis vor. Ein Bonus-Rezept ist ein selbstgemachter „Birken-Sirup“. Dieses kommt in einige Mixgetränke. Für den Sommer werden gesunde Durstlöscher (z.B. ein „Lindenblüten-Eistee“) mit vielen Obstsorten, Gemüsen und Kräuter angeboten. 

8. Süßer Abschluss
Als erstes wird der „Signature Cake“ des Baltikums präsentiert: die „Napoleon-Torte“, eine mehrstöckige Buttercreme-Torte. Weiteres typisches Gebäck (u.a.  „Kūčiukai – Mohnhappen in Mohnmilch“, „Žagarėliai – Engelsflügel“, Ameisenkuchen) findet sich dort ebenso, wie Dessertideen (z.B. mit einem leichten Pannacotta mit Kefir, Heidelbeereis oder einem Schokoladenkonfekt). 

Am Ende eines jeden Kapitels wird ein kulinarisch wertvoller Ort in Vilnius mit seinen Menschen vorgestellt, überwiegend aus der Gastroszene und manchmal auch passend zum Kapitelthema. Von Casual bis zum Fine Dining ist alles vertreten, ebenso eine Cocktailbar, eine Whisky-Bar und -Shop, ein Bier-Shop und eine „Dessert-Königin“, die abseits der Altstadt eine Bäckerei betreibt. Sie steuern jeweils ein weiteres Rezept bei, was das Angebot weiter verbreitet, denn z.T. haben die Köch*innen auch eine Bonus-Heimat, wie Gaspar aus Goa, der entsprechend ein „Garnelencurry“ beisteuert oder bedienen sich der europäischen Spezialitäten und wandeln diese ab („Limoncello-Tiramisù mit Himbeeren und Estragonzucker“) und haben ihren Blick auf die bodenständige litauische Küche. Auch sehr interessant ist die Vorstellung des ältesten und jüngsten Marktes von Vilnius. Es handelt sich natürlich in beiden Fällen um Markthallen, deren Geschichte und Angebot die Autorin anschaulich vorstellt. 

3. Zielgruppe

Das Buch richtet sich an alle, die Interesse an der litauischen Küche und Kultur haben. Damit spricht es auch Reiseliebhaber an sowie Kochbegeisterte, die neue und vielfältige Rezepte ausprobieren möchten. Durch die Mischung aus traditionellen und modernen Gerichten ist es sowohl für Liebhaber der klassischen Küche als auch für experimentierfreudige Köch*innen geeignet. Die Vorstellung der Gastronomieszene und der Märkte ist auch für Tourist*innen, die lieber bekocht werden, statt selbst zu kochen, wertvolle Anregung. 

4. Rezepte und Vielfalt

• Anzahl der Rezepte: Über 70.

• Vielfalt der Gerichte:
Die Rezepte decken eine breite Palette ab, von traditionellen litauischen Speisen wie “Šaltibarščiai” (Kalte Rote-Bete-Suppe) und “Kugelis” (Kartoffelauflauf) bis hin zu modernen Interpretationen und eigenen Kreationen der Autorin und der vorgestellten Gastronom*innen. Von den über 70 Rezepten enthalten 20 Fleisch oder Fisch, darunter einige Rezepte bei denen vegetarische Alternativen angegeben werden. Besonders hervorzuheben ist, dass gerade die litauischen Klassiker immer in einer fleischhaltigen und einer fleischlosen Variante vorgestellt werden. 

• Originalität und Kreativität:
Die Autorin verbindet traditionelle Rezepte mit kreativen Abwandlungen, was dem Buch eine besondere Note verleiht. Beispielsweise werden klassische Gerichte neu interpretiert und mit modernen Zutaten kombiniert.

5. Schwierigkeitsgrad

Die Rezepte sind so gestaltet, dass sie für Hobbyköch*innen gut nachzukochen sind. Es gibt sowohl einfache Gerichte für den Alltag als auch anspruchsvollere Rezepte für besondere Anlässe.

6. Fotografie und Design

• Bildqualität:
Die Rezeptbilder von Maria Grossmann und die Bilder aus Vilnius von Dovaldė Butėnaitė sind hochwertig und ansprechend, sie setzen die Gerichte und die Atmosphäre der Stadt und ausgewählten Restaurants und kulinarischen Orten gekonnt in Szene. Die Food Fotos sind in der Regel aus der Vogelperspektive aufgenommen, so dass das Essen im Mittelpunkt steht. 

• Layout und Gestaltung:
Das Layout ist übersichtlich und ästhetisch gestaltet, mit klar strukturierten Rezepten und ansprechenden Bildern, die zum Nachkochen einladen. Die gewählten Schriftarten wirken modern und sind gut lesbar. Die Farbgestaltung der Schriften ändert sich in jedem Kapitel, was auch zur Orientierung beiträgt. Dabei sind gedeckte Farben gewählt, so dass trotzdem der ruhige Gesamtcharakter erhalten bleibt. Diese moderne, klare und dezente Struktur bildet einen schönen Kontrast zu den Fotos der Gerichte – sie sind häufig auf traditionellem Geschirr und Tischdecken mit lebhaften und farbenfrohen Blumenmustern oder Ornamenten angerichtet, was visuell die Verbindung von Althergebrachtem und Modernem, die sich in den Rezepten spiegelt, wieder aufnimmt. Ein wirklich ästhetisch hochwertiges und ansprechendes Design, wie man es vom at Verlag kennt, aber hier in besonders guter Umsetzung. 

• Nutzung der Bilder: Die Bilder illustrieren die Rezepte (die allermeisten sind bebildert) und die Vorstellung der Stadt und ihrer Gastroszene und vermitteln so einen authentischen und lebendigen Eindruck der litauischen Küche und Kultur.

7. Sprache und Anleitungen

Die Anleitungen sind klar und verständlich formuliert, sodass auch weniger erfahrene Köch*innen den Rezepten problemlos folgen können.  Zu jedem Rezept schreibt die Autorin zudem einige einleitende Worte, die Hintergrundinformationen bieten oder die persönliche Beziehung zum Gericht aufzeigen. Schwer erhältliche Zutaten werden mit Rezepten zum Selbermachen vorgestellt. Die darstellenden Texte zu Land und Leuten lesen sich interessant und spannend. Das liegt auch am Stil der  Autorin, die in kurzen, prägnanten Sätzen und einer einfachen und lebendigen Sprache schreibt. 

8. Besonderheiten

Wie der Titel „Vilnius“ schon andeutet geht es nicht nur um das Essen – natürlich vornehmlich, es ist und bleibt ein Kochbuch -, sondern auch um Land und Leute in der litauischen Hauptstadt. Mit den Einblicken in Küche und Kultur und in die persönliche Familiengeschichte der Autorin erhält man einen Mehrwert; es ist fast eine „kulinarische Reportage“.

9. Preis-Leistungs-Verhältnis

• Preis des Buches: 36,00 €

Angesichts der hochwertigen Aufmachung, der Vielzahl an Rezepten und der zusätzlichen Informationen zu Land und Leuten, sowie dem „Food Guide“ vor Ort, der per QR-Code angesteuert werden kann,  bietet das Buch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

10. Gesamteindruck und Empfehlung

“Vilnius” war hier Liebe auf den ersten Blick – ein ausgesprochen gelungenes Kochbuch, das nicht nur ansprechende Rezepte bietet und Einblicke in die litauische Landesküche gewährt, sondern auch noch die litauische Kultur und die moderne Gastroszene von Vilnius vorstellt. Die Mischung aus traditionellen und modernen Rezepten, persönlichen Geschichten und der hochwertigen Gestaltung macht es zu einer empfehlenswerten Lektüre für alle, die an der baltischen Küche interessiert sind und es lädt zur Reise ins Land ein, weil es neugierig auf mehr macht. Selten gelingt es Autor*innen, die emotionale Verbindung, die sie mit ihrem Gegenstand haben, tatsächlich auch für den Lesenden fühlbar werden zu lassen. Denise Sniegoulé Wachter gelingt das hier spielend auf jeder Seite des Buches. Es wirkt unglaublich authentisch und sympathisch, wie sich mit liebevoller Ernsthaftigkeit und Wertschätzung Vilnius und ihrem familiären Erbe widmet.
Hier trifft die Formulierung „ich möchte dir dieses Buch ans Herz legen“ ganz besonders: da kommt es her und dort gehört es hin. 
So ganz nebenbei schließt die Autorin damit ein Lücke auf dem Kochbuchmarkt – ein Kochbuch zu Litauen gab es bisher nicht. Internationale Autoren haben sich im Rundumschlag der baltischen Küche gewidmet und liegen ihre Bücher z.T. auch in deutscher Übersetzung vor. Dieses Buch allerdings sticht auch in der Vielseitigkeit unter diesen heraus. Es bereichert somit jede Sammlung. 

11. Bewertung

•Gesamtbewertung: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄

•Bewertung nach Kategorien:

•Inhalt und Konzept: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄

• Zielgruppe: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄

• Rezepte und Vielfalt: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄

• Schwierigkeitsgrad: 🥄 🥄🥄🥄

• Fotografie und Design: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄

• Sprache und Anleitungen: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄

• Besonderheiten: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄

• Preis-Leistungs-Verhältnis: 🥄🥄🥄🥄🥄🥄

12. Nachgekocht

Steinpilzrisotto mit Bier (S. 147)
Zünftig deftig kommt dieses Risotto daher – statt Weißwein kommt hier reichlich dunkles, malziges Schwarzbier zum Reis. Butter und nur wenig Parmesan sorgen für die Cremigkeit. Es werden ausschließlich getrocknete Steinpilze verwendet und zwar reichlich, was das Gericht aber zu einem perfekten Essen aus dem Vorrat macht. Sehr gute Alternative zum klassischen Risotto!
Grüner Kugelis (S. 167)
Eine tolle Entdeckung – Geriebene mehligkochende Kartoffeln werden mit angebratenem Spinat, Zwiebeln, Ei und Milch vermengt und mit Chili und wenig Thymian gewürzt – dann werden sie in eine Auflaufform geschichtet und in die Mitte kommt eine Lage Scamorza – das Ergebnis schmeckt einfach atemberaubend gut… schön, dass es Stretchhosen gibt. 😄
Hähnchen mit Waldpilzen und geräuchertem Scamorza (S. 151)
Das Hühnerfilet wird mit Oregano, Chili, Paprika und Koriander gewürzt und dann scharf angebraten und in die Auflaufform gelegt. In der Pfanne werden dann in Butter Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Pilze angebraten und mit Hühnerbrühe abgelöscht. Alles wird dann über die Hühnerschnitzel gegeben und mit in Scheiben geschnittenem geräuchertem Scamorza belegt. Überbacken und mit Petersilie bestreuen – fertig!
Lecker! 
Pinke Pasta mit Dillpesto und Ricotta (S. 77)
Ganz einfach in der Zubereitung: in das Pesto kommen Parmesan, Dill, Haselnüsse und etwas Zitronensaft sowie Olivenöl. Die Rote Bete wird gerieben und mit Schalottenwürfel und Knoblauch angebraten und mit Balsamico abgelöscht. Etwas Ricotta und Pastawasser unterheben, dann die Pasta und vor Servieren noch etwas Ricotta und das Dillpesto darübergeben. Sehr, sehr gut!! 👌
Und das Dillpesto ist auch eine tolle Entdeckung. 
Kartoffelwaffeln “Neringa“ (S. 171)
Sehr schnell gemacht: Kartoffeln und Zwiebel fein reiben, abtropfen lassen und mit Eiern, Mehl, Backpulver verrühren und mit Salz und Muskat würzen. Ausbacken, fertig.
Der Belag besteht aus Räucherlachs (hier Kodiak-Wildlachs, deswegen so rot 🐻 😃) und Rote-Bete-Meerrettich, Essiggurke, saurer Sahne und eigentlich Kaviar. Mir Banause reicht etwas grobes Meersalz als adäquater geschmacklicher Ersatz vollkommen. 😄
Wieder sehr gut!
Eine Anmerkung allerdings zum Rezept: ich habe die Mengen halbiert und das sollte 8 Waffeln ergeben. Ich bin auf knappe 4 gekommen, was hier reichte, aber das muss man wissen. Blöd sind halt Angaben wie “8 vfk Kartoffeln“ – die variieren ja schon sehr in der Größe. 🤷‍♀️ Eine Angabe der Grammanzahl hilft da sehr.
Panna Cotta mit Kefir und Brombeeren ( S. 217)
Meine neue Lieblings-Panna Cotta – sie hat mich restlos begeistert: ein ganz tolles leichtes Dessert, das Verhältnis von Sahne und Kefir liegt bei etwa 1:2 – das macht es wunderbar frisch und doch sahnig und die Brombeeren passen ganz hervorragend dazu.

2 Kommentare

    • Vielen Dank, lieber Ole! 😊
      Das mit der Zielgruppe finde ich spannend – verstehst du die hier abgegebene Bewertung nicht oder meinst du, dass man die Kategorie Zielgruppe nicht bepunkten kann?

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