1. Eckdaten
Titel: Kochen ohne Grenzen Kanaan – Köstliches Essen, das Menschen verbindet
Autoren: Oz Ben David und Jalil Dabit
Mitarbeit / Fotografie: Elissavet Patrikiou
Verlag: Südwest Verlag
Erscheinungsjahr: 2025
2. Inhalt und Konzept
„Kochen ohne Grenzen“ ist kein klassisches Kochbuch, das ausschließlich Rezepte präsentiert. Vielmehr versteht sich das Buch als Einladung zu einer kulinarischen Begegnung – zwischen Menschen, Kulturen und Geschichten.
Oz Ben David und Jalil Dabit, die gemeinsam das Berliner Restaurant „Kanaan“ betrieben haben, formulieren diese Haltung gleich im Vorwort sehr klar. Ihr Buch soll nicht nur Gerichte vermitteln, sondern vor allem eine Erfahrung, die sie selbst geprägt hat: gemeinsames Kochen und Essen als verbindendes Element zwischen Menschen.
Die Rezepte basieren auf Gerichten, mit denen beide Autoren aufgewachsen sind – geprägt von Familienküchen, Erinnerungen und gemeinsamen Mahlzeiten. Gleichzeitig erweitern sie diesen Kreis bewusst über die eigene Herkunft hinaus. Freund*innen, Kolleg*innen, Aktivist*innen und Wegbegleiter*innen werden Teil dieses kulinarischen Netzwerks. Dabei betonen die Autoren ausdrücklich, dass sie sich nicht über kulturelle oder religiöse Unterschiede definieren möchten, sondern über das gemeinsame Erlebnis am Tisch. In ihrem Vorwort formulieren sie diese Idee sehr poetisch: Kochen sei eine universelle Sprache, die Menschen verbinden könne und Brücken schaffe, wo sonst Grenzen bestehen.Der Titel des Buches ist daher programmatisch zu verstehen: „Kochen ohne Grenzen“ beschreibt weniger eine bestimmte Küche als vielmehr eine Haltung.
Kulinarisch bewegt sich das Buch im weiten Feld der Levante-Küche, erweitert um internationale Einflüsse. Traditionelle Gerichte aus dem israelischen und arabischen Raum treffen auf moderne Interpretationen oder persönliche Variationen. Dabei wird deutlich, dass hier keine strikt traditionelle Küche präsentiert wird. Vielmehr spiegeln die Rezepte die Realität einer kosmopolitischen Stadt wie Berlin wider, in der unterschiedliche kulinarische Traditionen aufeinandertreffen und sich gegenseitig inspirieren. Typisch ist dabei eine Küche, die stark von gemeinschaftlichem Essen geprägt ist: viele Gerichte eignen sich zum Teilen, als Mezze oder als Bestandteil eines größeren Tisches. Neben Klassikern wie Hummus-Variationen, Falafel oder Sabich finden sich auch ungewöhnlichere Kombinationen, etwa:
- Kichererbsen-Gnocchi mit Shakshuka-Paprika
- Tahdig mit Jaffa-Ceviche
- Käsefondue mit Middle-Eastern-Twist
- Kässpätzle mit levantinischen Aromen
Diese Mischung zeigt sehr deutlich, dass das Buch nicht versucht, kulinarische Grenzen zu definieren oder zu bewahren – vielmehr geht es darum, sie bewusst zu überschreiten und neue Verbindungen zu schaffen.
Struktur des Buches
Der Aufbau des Buches folgt keinem klassischen Kochbuchschema wie Vorspeisen, Hauptgerichte oder Desserts. Stattdessen ist das Buch in lose thematische Kapitel gegliedert, die jeweils bestimmte Menschen oder Beziehungen in den Mittelpunkt stellen. Stattdessen entwickelt sich das Buch entlang eines sozialen Netzwerks von Menschen, das sich um das Restaurant Kanaan und die Stadt Berlin gebildet hat. Rezepte stehen dabei nicht isoliert im Mittelpunkt, sondern entstehen aus Begegnungen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten. Jede dieser Begegnungen wird durch kurze Texte und fotografische Porträts eingeführt, bevor anschließend ein oder mehrere Gerichte folgen, die mit dieser Person oder Initiative verbunden sind. Dadurch entsteht eine besondere Dramaturgie: Das Buch erzählt nicht primär von Gerichten, sondern von Beziehungen – und von der Rolle, die gemeinsames Kochen dabei spielt.
Die Rezepte sind in drei größere Kapitel eingebettet, die jeweils unterschiedliche Formen von Gemeinschaft zeigen.
Hometown Berlin – „Make Hummus, Not War“
Der erste Abschnitt widmet sich Menschen und Initiativen aus dem Berliner Umfeld der Autoren. Hier wird deutlich, wie stark das Restaurant Kanaan mit der Stadt verbunden ist. Vorgestellt werden unter anderem gesellschaftliche Initiativen, politische Akteur*innen (wie der Regierende Bürgermeister Kai Wegner) oder interreligiöse Projekte wie „House of One“. Auch zivilgesellschaftliche Bewegungen wie „Omas gegen Rechts“ finden hier ihren Platz. Berlin erscheint in diesem Kapitel als Ort der Vielfalt, an dem unterschiedliche kulturelle, religiöse und politische Perspektiven aufeinandertreffen – und am gemeinsamen Tisch miteinander ins Gespräch kommen.
Kitchen Stories – Profis am Herd und Freunde fürs Leben
Im zweiten Abschnitt rücken Köch*innen und Gastronom*innen in den Mittelpunkt. Hier geht es stärker um die kulinarische Szene und um Menschen, mit denen die Autoren über ihre Arbeit verbunden sind. Die Rezepte entstehen aus Begegnungen innerhalb dieser professionellen Küchenwelt. Gleichzeitig bleibt der persönliche Charakter erhalten: Die porträtierten Köch*innen sind nicht nur Kolleg*innen, sondern oft auch Freund*innen.
Family by Choice – Rezepte für echte Verbindungen
Der dritte Teil des Buches widmet sich schließlich der sogenannten „Wahlfamilie“ – Menschen, die im persönlichen Leben der Autoren eine besondere Rolle spielen. Hier treten Freund*innen, Familienmitglieder oder langjährige Wegbegleiter*innen auf. Die Rezepte wirken in diesem Kapitel häufig besonders persönlich und erzählen von gemeinsamen Erinnerungen, Traditionen und familiären Küchen.
Zwischen den Rezepten finden sich immer wieder erzählerische Einschübe, die einzelne Personen oder Initiativen vorstellen. Diese kurzen Porträts sind ein zentrales Gestaltungselement des Buches. Sie zeigen sehr deutlich, dass „Kochen ohne Grenzen“ nicht nur ein Kochbuch ist, sondern auch eine Art kulinarisches Netzwerkporträt. Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen – Politik, Aktivismus, Religion, Gastronomie oder Freundeskreis – kommen hier zusammen. Das verbindende Element bleibt dabei immer das Essen: Jedes Gericht steht symbolisch für eine Begegnung, eine Zusammenarbeit oder eine gemeinsame Erfahrung. Bemerkenswert ist zudem, dass dieser erzählerische Ansatz nicht auf die größeren Porträtseiten beschränkt bleibt. Auch bei vielen Rezepten selbst finden sich kurze persönliche Notizen oder kleine Anekdoten. Manchmal erzählen sie von einem gemeinsamen Erlebnis mit der porträtierten Person, manchmal greifen sie Erinnerungen aus der Kindheit oder aus der Restaurantküche auf, manchmal stehen sie auch ganz für sich. So zieht sich ein sehr persönlicher Erzählfaden durch das gesamte Buch. Die Rezepte wirken dadurch weniger wie isolierte Anleitungen, sondern eher wie Momentaufnahmen aus einem größeren Geflecht aus Freundschaften, Begegnungen und gemeinsamen Erfahrungen.
3. Zielgruppe
„Kochen ohne Grenzen“ richtet sich an Leser*innen, die ein Kochbuch nicht ausschließlich als Sammlung präziser Anleitungen verstehen, sondern auch als kulturelles und persönliches Erzählprojekt. Wer sich für die Idee interessiert, die hinter dem Restaurant Kanaan steht – für Begegnung, Offenheit und den Versuch, über Essen Brücken zwischen Menschen zu bauen –, wird in diesem Buch viel entdecken. Die Autoren vermitteln eine klare Haltung: gemeinsames Kochen und Essen als verbindendes Element zwischen Kulturen, Religionen und Lebenswelten. Gerade vor dem Hintergrund der besonderen Geschichte des Restaurants, das von einem Israeli und einem Palästinenser gemeinsam geführt wird, erhält dieser Ansatz eine zusätzliche Bedeutung. Das Buch spricht daher besonders Leser*innen an, die neugierig auf Menschen, Geschichten und unterschiedliche Perspektiven sind. Wer Freude daran hat, beim Blättern nicht nur Rezepte zu entdecken, sondern auch kleine Porträts von Initiativen, Freund*innen und Wegbegleiter*innen der Autoren kennenzulernen, wird sich von diesem erzählerischen Konzept sehr angesprochen fühlen.
Gleichzeitig verlangt das Buch beim Nachkochen ein gewisses Maß an Erfahrung und Eigenständigkeit in der Küche. Die Rezeptanleitungen sind nicht durchgehend gleich präzise ausgearbeitet, und ihre Ausführlichkeit schwankt teilweise. Wer bereits etwas Routine im Kochen hat, wird damit gut umgehen können und sich die einzelnen Schritte entsprechend erschließen. Für absolute Kochanfänger*innen kann das Buch dagegen stellenweise herausfordernd sein, da manche Zubereitungen etwas Interpretationsspielraum lassen. Hier hilft es, mit kulinarischem Gespür und eigener Erfahrung mitzudenken. Wer jedoch genau das mitbringt – Neugier, Offenheit und Freude am kreativen Kochen –, wird in „Kochen ohne Grenzen“ viele inspirierende Ideen finden. Das Buch lädt dazu ein, sich auf Aromen der Levante einzulassen und sie in einer sehr persönlichen, von Begegnungen geprägten Form kennenzulernen.
4. Rezepte und Vielfalt
„Kochen ohne Grenzen“ versammelt insgesamt 54 Gerichte, die sich über das gesamte Buch verteilen. Dabei ist die Anzahl weniger entscheidend als die Art, wie diese Rezepte in das erzählerische Konzept des Buches eingebettet sind. Viele der Gerichte stehen in Verbindung mit den Menschen, die im Buch porträtiert werden. Dadurch entsteht keine rein thematisch strukturierte Rezeptesammlung, sondern eher eine kulinarische Landkarte persönlicher Begegnungen. Rezepte erscheinen hier nicht isoliert, sondern sind Teil eines größeren Zusammenhangs aus Geschichten, Erinnerungen und Beziehungen – ein Ansatz, der sich durch das gesamte Buch zieht.
Vielfalt der Gerichte
Die Küche, die sich im Buch entfaltet, bewegt sich im Zentrum der Levante, öffnet sich jedoch bewusst in viele Richtungen. Traditionelle Gerichte aus der israelischen und arabischen Küche treffen auf internationale Einflüsse und persönliche Interpretationen. Bemerkenswert ist dabei auch der hohe Anteil an vegetarischen Gerichten: 35 der 54 Rezepte kommen ohne Fleisch oder Fisch aus. Damit spielt Gemüse in diesem Buch eine zentrale Rolle – ganz im Sinne der levantinischen Küche, in der Hülsenfrüchte, Getreide, Kräuter und Gemüse seit jeher eine wichtige Grundlage bilden. Veganer*innen werden dagegen etwas weniger Auswahl finden, da viele Gerichte mit Joghurt, Käse oder Ei arbeiten. Dennoch lassen sich einige Rezepte mit etwas Kreativität sicherlich anpassen. Die Bandbreite reicht von Streetfood über klassische Mezze bis hin zu aufwendigeren Hauptgerichten. Gleichzeitig spiegeln viele Rezepte die kulinarische Vielfalt Berlins wider, wo unterschiedliche Traditionen selbstverständlich nebeneinander existieren.
Diese Vielfalt zeigt sich auch in der Auswahl der Gerichte, etwa bei:
- Berliner Falafel mit Curry-Tahini-Soße
- Thai-Fisch mit Bulgur
- Safran-Ravioli mit Lammfüllung und Joghurtsoße
- Marokkanischer Blumenkohlsalat
- Tunesisches Sandwich
- Waldpilze mit Piniencreme
- Gefülltes Hähnchen mit Freekeh
- Regenbogenforelle mit Labneh und Zucchinipüree
Gerade diese Mischung aus regionalen Einflüssen, levantinischer Tradition und internationalen Ideen macht den besonderen Charakter der Küche aus.
Originalität und Kreativität
Die Stärke des Buches liegt eindeutig in seiner kreativen Vielfalt. Die Rezepte zeigen eine große Freude daran, unterschiedliche kulinarische Traditionen miteinander zu verbinden und bekannte Aromen in neue Kontexte zu setzen. Dabei entsteht eine Küche, die sich bewusst nicht an feste Grenzen hält. Zutaten, Techniken und Geschmackswelten aus verschiedenen Regionen werden kombiniert und weitergedacht. Diese Offenheit passt sehr gut zur Grundidee des Buches und zu dem Netzwerk aus Menschen, das sich durch alle Kapitel zieht.
Oder anders gesagt: Das eigentliche Rezept dieses Buches ist Beziehung.
Genau diese Beziehungen – zwischen Menschen, Kulturen und kulinarischen Traditionen – spiegeln sich auch auf dem Teller wider. Viele der Gerichte wirken dadurch gleichzeitig vertraut und überraschend: Sie greifen klassische Aromen der Levante auf, entwickeln sie weiter und verbinden sie mit neuen Ideen.
5. Schwierigkeitsgrad
Grundsätzlich bewegen sich die Gerichte in „Kochen ohne Grenzen“ in einem Bereich, der für ambitionierte Hobbyköch*innen gut machbar ist. Viele Rezepte greifen auf vertraute Techniken zurück – rösten, schmoren, braten oder das Zusammenstellen verschiedener Komponenten zu einem Teller – und arbeiten mit Zutaten, die inzwischen auch in gut sortierten Supermärkten oder orientalischen Lebensmittelgeschäften erhältlich sind. Ein gewisses Maß an Küchenerfahrung ist jedoch hilfreich. Die Rezeptanleitungen sind nicht durchgehend gleich detailliert ausgearbeitet, und an manchen Stellen bleiben einzelne Arbeitsschritte etwas knapp beschrieben. Wer regelmäßig kocht, wird solche Lücken meist problemlos schließen können und sich den Ablauf aus Erfahrung erschließen.
Gerade Kochanfänger*innen könnten hier jedoch gelegentlich ins Stocken geraten. Manche Rezepte verlangen ein gewisses Mitdenken bei Mengen, Garzeiten oder einzelnen Zubereitungsschritten.Das liegt weniger an der grundsätzlichen Komplexität der Gerichte als vielmehr daran, dass die Rezepte teilweise unterschiedlich präzise redigiert wirken. Einige sind sehr klar strukturiert und gut nachvollziehbar, andere lassen etwas mehr Interpretationsspielraum. Wer bereits Erfahrung im Umgang mit Rezepten hat, wird damit gut umgehen können – und wird mit aromatischen und spannenden Gerichten belohnt. Für Einsteiger*innen kann das Buch dagegen stellenweise etwas herausfordernder sein.
6. Fotografie und Design
Bildqualität
Die fotografische Gestaltung des Buches trägt entscheidend zu seiner Atmosphäre bei. Verantwortlich dafür ist Elissavet Patrikiou, die nicht nur als Fotografin beteiligt war, sondern auch an Redaktion und Konzept mitgewirkt hat. Darüber hinaus steuert sie selbst einige Rezepte zum Buch bei. Diese Mehrfachrolle merkt man dem Projekt deutlich an: Fotografie, Konzept und Inhalt greifen hier sehr stimmig ineinander. Ein besonderes Merkmal der Bildsprache ist der Wechsel zwischen Schwarz-Weiß-Fotografie und farbigen Aufnahmen. Die Schwarz-Weiß-Bilder geben vielen Szenen eine dokumentarische, beinahe reportageartige Wirkung. Sobald Farbe ins Spiel kommt, erscheint sie meist bewusst kräftig und klar – häufig vor hellem oder weißem Hintergrund und in schlichtem Geschirr präsentiert.
Inhaltlich halten sich zwei Bildtypen die Waage: Einerseits gibt es Foodfotografie, denn zu jedem Rezept findet sich ein entsprechendes Gerichtsfoto. Andererseits spielen Menschenporträts eine ebenso große Rolle. Im Mittelpunkt stehen dabei immer wieder die beiden Autoren selbst. Sie werden in unterschiedlichen Situationen gezeigt – auf der Straße, im Restaurant, in der Küche oder beim gemeinsamen Essen. Daneben treten auch viele der im Buch porträtierten Menschen auf den Fotografien auf, häufig zusammen mit den Autoren.
Was diese Bilder besonders macht, ist ihre große Natürlichkeit. Die Fotografin bemüht sich erkennbar darum, die Persönlichkeiten der Menschen einzufangen und sie authentisch wirken zu lassen. Nichts erscheint gestellt oder künstlich inszeniert. Stattdessen vermitteln die Fotos eine spürbare Lebensfreude, Zugewandtheit und eine sehr offene Atmosphäre. Gerade dadurch entsteht ein Bild des Projekts Kanaan, das ausgesprochen sympathisch und glaubwürdig wirkt.
Layout und Gestaltung
Das grafische Design des Buches stammt von Jeanne van Stuyvenberg (dieBasis.de) und unterstützt die erzählerische Idee des Buches sehr gelungen. Die Gestaltung wirkt modern und klar, arbeitet aber immer wieder mit gezielten Farbakzenten. Diese greifen die kräftigen Farben der Foodfotografie auf und sorgen dafür, dass das Buch trotz der vielen unterschiedlichen Elemente ruhig und übersichtlich bleibt. Typografisch fällt besonders eine Schrift auf, die an eine Schreibmaschinenschrift erinnert. Sie wird für persönliche Texte und Kommentare der Autoren verwendet. Die eigentlichen Rezepttexte sind dagegen klassisch strukturiert und klar gesetzt. Dadurch bleibt jederzeit erkennbar, wer im jeweiligen Abschnitt „spricht“ – die Autoren oder die sachliche Rezeptanleitung. Am Ende vieler Rezeptseiten finden sich außerdem noch kurze erzählerische Einschübe, die grafisch leicht abgesetzt sind. Auch hier setzt sich der persönliche Erzählton fort, der das gesamte Buch prägt.
Der Wechsel zwischen farbigen Seiten, Schwarz-Weiß-Fotografie und grauen Seitentönen wird auch im Layout aufgegriffen. Fotos werden teilweise mit weißen oder grauen Rahmen versehen, was dem Buch eine angenehme Ruhe verleiht und verhindert, dass die Gestaltung zu unruhig wirkt. Sehr passend zur Gesamtidee ist schließlich auch das Covermotiv: Die beiden Autoren sitzen gemeinsam am Tisch und essen – ein Bild, das die zentrale Botschaft des Buches bereits visuell transportiert. Die Farbgestaltung bewegt sich dabei in einem Spektrum, das leicht an Regenbogenfarben erinnert und damit subtil die Idee von Vielfalt und Offenheit aufgreift.
Nutzung der Bilder
Auffällig ist allerdings auch, dass die Fotografien keine didaktische Funktion erfüllen. Es gibt keine Schritt-für-Schritt-Bilder oder visuelle Hilfen zur Zubereitung einzelner Gerichte. Das bestätigt einmal mehr den Eindruck, dass der Schwerpunkt des Buches weniger auf der reinen Kochanleitung liegt als auf dem Erzählen von Begegnungen, Haltungen und kulinarischen Erfahrungen.
7. Sprache und Anleitungen
Die sprachliche Gestaltung des Buches ist stark vom persönlichen Ton der beiden Autoren geprägt. Viele Texte wirken direkt, offen und sehr nahbar. Oz Ben David und Jalil Dabit erzählen von Begegnungen mit Freund*innen, Gästen ihres Restaurants und Wegbegleiter*innen, lassen Erinnerungen aus ihrer eigenen kulinarischen Biografie einfließen und geben Einblicke in die Idee hinter dem Restaurant Kanaan. Diese persönliche Erzählweise verleiht dem Buch eine große Wärme. Man hat beim Lesen oft das Gefühl, eher einer Einladung zu einem gemeinsamen Essen zu folgen als einer klassischen Kochbuchlektüre. Die Sprache bleibt dabei unkompliziert und zugänglich. Kleine Anekdoten, persönliche Erinnerungen und spontane Gedanken tauchen immer wieder zwischen den Rezepten auf und tragen dazu bei, dass sich ein durchgehender erzählerischer Faden durch das gesamte Buch zieht.
Die Rezepttexte sind grundsätzlich klassisch aufgebaut: Zutatenliste und anschließende Zubereitungsbeschreibung. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Ausarbeitung der Anleitungen nicht durchgehend gleich präzise ist. An manchen Stellen fehlen Zwischenschritte, die für das Gelingen eines Gerichts entscheidend sein können. Ein Beispiel ist das Rösten und anschließende Häuten von Paprika im Ofen: Hier wird zwar der grundlegende Arbeitsschritt beschrieben, nicht jedoch der übliche Zwischenschritt, der das Abziehen der Haut überhaupt erst erleichtert. Wer diese Technik bereits kennt, wird sich leicht behelfen können – für Kochanfänger*innen kann eine solche Lücke jedoch schnell zum Stolperstein werden.
Ähnlich verhält es sich bei einzelnen Zutatenangaben oder Garzeiten. Gelegentlich bleiben Zutaten sehr allgemein formuliert – etwa wenn lediglich „Kürbis“ genannt wird, obwohl unterschiedliche Sorten sich beim Garen sehr verschieden verhalten. Auch bei Mengenangaben oder Zeitangaben entsteht stellenweise Interpretationsspielraum. Für erfahrene Hobbyköch*innen lässt sich vieles davon mit etwas Küchenpraxis und eigenem Mitdenken gut auffangen. Wer regelmäßig kocht, erkennt meist schnell, wo ein Schritt ergänzt oder eine Zutat genauer eingeordnet werden muss. Für weniger geübte Köch*innen kann das dagegen gelegentlich zu Frustration führen, weil nicht immer sofort erkennbar ist, an welcher Stelle eine Anleitung unvollständig ist oder ein Zwischenschritt fehlt. Dabei zeigt sich auch eine gewisse Uneinheitlichkeit: Einige Rezepte sind sehr klar formuliert und gut nachvollziehbar, andere lassen mehr Raum für Interpretation. In wenigen Fällen wird selbst für erfahrene Köch*innen nicht ganz eindeutig, wie einzelne Schritte genau gemeint sind – das bleibt allerdings eher die Ausnahme. Insgesamt bestätigt sich damit ein Eindruck, der sich durch das gesamte Buch zieht: Der Schwerpunkt liegt stärker auf der Idee, der Atmosphäre und dem Erzählen von Begegnungen als auf einer streng ausgearbeiteten technischen Rezeptvermittlung.
Ein weiterer Punkt, der beim Nachkochen auffällt, betrifft die angegebenen Portionsgrößen. Die Mengenangaben wirken teilweise eher großzügig kalkuliert – Gerichte, die laut Rezept für vier Personen gedacht sind, können durchaus auch von zwei hungrigen Esser*innen bewältigt werden. Ein kritischer Blick auf die Zutatenmengen lohnt sich daher, bevor man mit dem Kochen beginnt. In vielen Fällen lässt sich allerdings bereits anhand der verwendeten Zutaten gut abschätzen, wie üppig ein Gericht tatsächlich ausfallen wird. Möglicherweise spielt hier auch ein kultureller Unterschied eine Rolle. Die Erwartung an ein technisch möglichst präzises, bis ins Detail ausgearbeitetes Rezept ist stark von der europäischen – und insbesondere der deutschen – Kochbuchtradition geprägt. In vielen Küchen des östlichen Mittelmeerraums wird dagegen deutlich intuitiver gekocht: mit Erfahrung, Gefühl und einem gewissen „Pi mal Daumen“. Wenn man sich auf diese Perspektive einlässt, lassen sich manche der offenen Stellen im Buch auch als Ausdruck einer lebendigeren, weniger normierten Kochpraxis lesen – vorausgesetzt, man ist bereit, beim Kochen ein wenig mitzudenken und eigene Entscheidungen zu treffen.
8. Besonderheiten
Eine besondere Stärke von „Kochen ohne Grenzen“ liegt darin, dass dieses Buch weit mehr ist als eine klassische Rezeptsammlung. Es versteht sich als ein Gemeinschaftsprojekt, das Menschen, Begegnungen und kulinarische Erfahrungen miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht dabei das Berliner Restaurant Kanaan, das von Oz Ben David und Jalil Dabit gemeinsam geführt wurde – einem Israeli und einem Palästinenser. Allein diese Konstellation hat dem Restaurant weit über Berlin hinaus Aufmerksamkeit verschafft. Der oft zitierte Satz „Make Hummus, Not War“ bringt die Idee dahinter auf den Punkt: Essen als verbindendes Element in einer Welt, die häufig von politischen oder kulturellen Konflikten geprägt ist.
Das Buch überträgt diese Haltung konsequent auf seine Struktur. Viele Rezepte entstehen aus Begegnungen mit Menschen aus dem Umfeld der Autoren. Dadurch entsteht ein sehr lebendiges Bild eines Netzwerks, das weit über die Küche hinausreicht. Berlin wird dabei fast selbst zu einer Figur des Buches. Die Stadt erscheint als Ort der Vielfalt, an dem unterschiedliche Kulturen, Generationen und Lebensentwürfe selbstverständlich aufeinandertreffen. Das Restaurant Kanaan wirkt in diesem Zusammenhang wie ein Treffpunkt, an dem diese Vielfalt zusammenkommt. Bemerkenswert ist auch, wie selbstverständlich kulinarische Traditionen miteinander verbunden werden. Levantinische Klassiker stehen neben internationalen Einflüssen, Berliner Alltag trifft auf Familienrezepte und persönliche Erinnerungen. Diese Mischung spiegelt nicht nur die Küche der Autoren wider, sondern auch die Realität einer offenen, kosmopolitischen Stadt. So entsteht ein Buch, in dem Essen immer auch Ausdruck von Beziehung ist – zwischen Menschen, Kulturen und Lebensgeschichten.
Oder anders gesagt: Das Nährendste dieses Buches ist nicht Hummus, sondern Begegnung.
9. Preis-Leistungsverhältnis
Preis des Buches: 28 Euro
Mit einem Preis von 28 Euro bewegt sich „Kochen ohne Grenzen“ im mittleren Bereich aktueller Kochbücher. Angesichts der hochwertigen Ausstattung ist das durchaus angemessen. Das Buch ist solide gebunden, liegt gut in der Hand und hat ein Format, das sich auch in der Küche gut verwenden lässt. Papierqualität, Druck und Gestaltung vermitteln einen wertigen Eindruck. Besonders die Fotografie und das durchdachte Design tragen dazu bei, dass das Buch auch als visuelles Gesamtprojekt überzeugt. Hinzu kommt der besondere Charakter des Buches: Es ist nicht nur eine Sammlung von Rezepten, sondern zugleich ein sehr persönliches Porträt eines Restaurants, seiner Gründer und des Netzwerks an Menschen, das sich darum gebildet hat. Wer sich für diese Geschichte interessiert, erhält hier viele spannende Einblicke und Begegnungen.
Inhaltlich bleibt allerdings festzuhalten, dass die redaktionelle Ausarbeitung der Rezepte nicht durchgehend gleich präzise ist. Einzelne Anleitungen lassen Interpretationsspielraum oder bleiben an manchen Stellen etwas knapp formuliert. Wer das Buch in erster Linie wegen absolut verlässlicher, bis ins Detail ausgearbeiteter Rezeptanleitungen kauft, könnte hier enttäuscht sein. Allerdings dürfte für viele Leser*innen ohnehin das Gesamtprojekt Kanaan im Vordergrund stehen: die Geschichte des Restaurants, die Begegnungen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und die besondere Haltung, die sich durch das ganze Buch zieht. In diesem größeren Zusammenhang entfaltet „Kochen ohne Grenzen“ seinen eigentlichen Reiz.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt somit insgesamt stimmig: Man bekommt ein hochwertig gestaltetes Buch mit einer starken Idee, interessanten Persönlichkeiten und einer kreativen Küche.
10. Gesamteindruck und Empfehlung
„Kochen ohne Grenzen“ ist letztlich weniger ein klassisches Kochbuch als ein dokumentiertes Stück gelebter Haltung. Das Buch erzählt von einem Ort, der seit 2015 versucht hat, etwas möglich zu machen, was im größeren politischen Kontext oft unerreichbar scheint: Menschen unterschiedlicher Herkunft über das gemeinsame Essen zusammenzubringen. Mit dem Restaurant Kanaan haben Oz Ben David und Jalil Dabit genau dafür einen Raum geschaffen. Dass dieses Projekt im Februar 2026 nach zunehmendem gesellschaftlichem Druck und Anfeindungen schließlich schließen musste, verleiht dem Buch rückblickend eine zusätzliche Bedeutung. Es wird damit auch zu einem Zeugnis dessen, was möglich sein kann – und wie fragil solche Orte zugleich sind.
Gerade deshalb wirkt dieses Buch heute fast wie ein Manifest für eine Idee, die weit über die Küche hinausreicht. Es erinnert daran, dass Essen nicht nur kulturelle Unterschiede sichtbar machen kann, sondern ebenso das Gemeinsame hervorhebt. Selbst bei einem Gericht wie Hummus, das in verschiedenen Regionen und Kulturen jeweils für sich beansprucht wird, zeigt sich letztlich doch eine gemeinsame kulinarische Tradition. „Kochen ohne Grenzen“ richtet den Blick konsequent auf dieses Verbindende. Auf Begegnungen, auf Offenheit und auf die Hoffnung, dass Menschen am Tisch leichter miteinander ins Gespräch kommen als in vielen anderen Situationen.
Vielleicht liegt genau darin die größte Stärke dieses Buches: Es vermittelt nicht nur Rezepte, sondern eine Form von Menschlichkeit, die zwischen den Seiten spürbar wird. Man merkt auf jeder Seite, wie sehr dieses Projekt von Überzeugung, Engagement und persönlichem Einsatz getragen ist. Und gerade deshalb bleibt am Ende vor allem eines: der Wunsch, dass solche Ideen weiterleben – auch wenn die Realität ihnen manchmal Steine in den Weg legt.
Dieses Buch ist ein echtes Herzensprojekt – entstanden aus Überzeugung, Mut und der tiefen Erfahrung, dass gemeinsames Essen Menschen verbinden kann. Es kommt von Herzen und berührt auch das Herz seiner Leser*innen.
Zwischen seinen Seiten steckt eine Form von Menschlichkeit, die bewahrenswert ist – und ohne die eine offene, solidarische Gesellschaft kaum denkbar wäre.
11. Bewertung
Gesamtbewertung:
Bewertung nach Kategorien:
• Inhalt und Konzept:
• Zielgruppe:
• Rezepte und Vielfalt:
• Schwierigkeitsgrad:
• Fotografie und Design:
• Sprache und Anleitungen:
• Besonderheiten:
• Preis-Leistungs-Verhältnis:
12. Nachgekocht

Dafür werden Spitzpaprika erst im Ofen geröstet und anschließend gehäutet (man sollte sich – falls man nicht weiß, wie das geht, über eine Internetrecherche eine Anleitung suchen – der Weg, der im Rezept aufgezeigt wird, klappt so nicht). Dann wird eine Tomatensauce gemacht, ganz einfach nur mit Zwiebeln, Knoblauch und gewürzt mit Kreuzkümmel und Paprika edelsüß sowie frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer. Der Clou sind die Gnocchi – eine tolle Entdeckung. Die werden nämlich einfach aus Kichererbsen aus der Dose gemacht. Die Kichererbsen werden püriert und mit Mehl, Speisestärke und etwas Salz zu einem schönen Teig verarbeitet. Im Rezept steht, dass man Wasser noch hinzufügen soll. Ich bin mir fast sicher, dass gemeint war, das Aqua faba aus der Dose zu nehmen, denn das sorgt ja noch mal für eine schöne Bindung. So hab ich’s dann auch gemacht. Zum Ende wird alles noch mal mit Za’atar bestreut und ein paar Salbeiblätter kommen noch dazu. Das hätte ich fast vergessen und so musste ich mir das Durchschwenken in Olivenöl in der Pfanne schenken. Das tat dem guten Geschmack keinen Abbruch.
Das Gericht ist zufällig vegan und wirklich perfekt. Die Kichererbsen-Gnocchi sind superlecker, etwas fester als Kartoffel-Gnocchi und nicht ganz so fluffig, aber sie schmecken auch ganz toll und sind so superschnell gemacht, dass die es auf jeden Fall ins Standardrepertoire bei mir schaffen werden.
Dafür werden zunächst Zwiebeln im Backofen mit Öl, Salz und einer Prise Zucker karamellisiert. Dann wird Mangold (allerdings nur die grünen Teile) in Streifen geschnitten und in Butter gedünstet, bis er ungefähr auf ein Drittel zusammengefallen ist. Darunter werden nach dem Abkühlen (und ich habe auch noch ausgedrückt) gehobelte Mandeln gezogen und mit Salz, schwarzem Pfeffer, Muskatnuss und Piment gewürzt. Jetzt kommt alles in eine kleine Tarteform von nur 18 cm Durchmesser: die Zwiebeln zuerst auf dem Boden, dann Tomaten, die gehäutet werden sollen und ich habe sie auch noch entkernt, damit es nicht zu flüssig wird, dann kommt die Mangold-Mandel-Mischung darüber und am Ende geriebener Feta Käse obenauf. Alles wird mit Blätterteig bedeckt und im vorgeheizten Ofen laut Rezept 30 Minuten gebacken. Hier brauchte es doch eine gute Dreiviertelstunde – dann stürzen und genießen!
Die Tarte ist ein echter Schmaus! Wirklich richtig gut, ein tolles Rezept. Allerdings ist auch dieses Rezept wieder mit einigen Fehlern beziehungsweise Ungenauigkeiten durchsetzt: zum Einen finde ich Angaben wie „zwei Bund Mangold“ schwierig – ehrlich gesagt kenne ich gar kein Mangold im Bund. Hier bekomme ich entweder die Stauden oder bunten Mangold lose. Da hilft natürlich immer eine Grammzahl sehr. Ich hatte jetzt zwei kleine Mangoldstauden.
Und es steht im Rezept, dass die Käse-Mandel-Mischung in die Form geschichtet wird und danach der Feta-Käse noch mal drüber. Das ist nur eine kleine Ungenauigkeit, die aber irritiert. Dass die Backzeit nicht stimmt, obwohl ich diesmal eine Emaille-Form benutzt habe, ist da das kleinste Übel. Das kann natürlich auch immer vom Backofen abhängig sein, wobei bei beiden Rezepten sowohl diesem als auch bei dem von gestern es auch fraglich ist, ob die angegebene Temperatur von 180° bei Ober-/Unterhitze wirklich so ausreichend ist für die kurze Garzeit.

Etwas aufwändiger in der Zubereitung, weil fast alle Komponenten einzeln angebraten werden (und zwar in reichlich Olivenöl). Zunächst dürfen Zwiebel schmoren, dann Topinambur in Scheiben, dann Kartoffeln und zuletzt die Fleischbällchen, die überwiegend aus Rind bestehen, gewürzt mit Baharat, Zwiebel und Petersilie. Etwas Hartweizengrieß sorgt für Bindung. Die gerösteten Gemüse kommen dann zu den rundum gebratenen Hackbällchen, gewürzt wird mit Paprika und Kurkuma, viel Knoblauch, Pfeffer und Salzzitrone. Wasser angießen und schmörgeln lassen, bis es etwas eingekocht ist und dann mit Petersilie und Za‘atar bestreut servieren. Sehr, sehr lecker. Lohnt den Aufwand!

Dazu werden Hähnchenschenkel (ohne Knochen) mariniert und zwar in einer Mischung aus Knoblauch, Salz, weißem Pfeffer, geräuchertem Paprikapulver, Dattelsirup, Granatapfelmelasse und Olivenöl. So weit, so gut.
Dann werden „Kürbis“ (so allgemein im Rezept formuliert) und Lauch in „mundgerechte“ Stücke geschnitten (auf dem Foto sieht man Hokkaido und Lauch in ziemlich großen Spalten bzw. Stücken
, ich hatte Butternutkürbis und habe deutlich kleinere Stücke gehabt) und in eine Auflaufform gegeben. Darüber kommt eine Sauce aus Tahini, Wasser und Granatapfelmelasse (und Salz und weißem Pfeffer). Das war sehr ärgerlich, denn das gute Tahini war eigentlich schon wunderbar flüssig und ist durch das Wasser natürlich „ausgeflockt“ und ich habe es nicht mehr richtig glatt bekommen, es war auch mehr als „sämig“ (wie vom Rezept gewünscht) von der Konsistenz. Jedenfalls konnte ich dann nur die Masse zwischen dem Gemüse verteilen so richtig gepackt hat das alles nicht. Dann kam das Hähnchen darauf und sollte erst 25 Minuten mit Alufolie abgedeckt im Ofen schmoren und dann noch mal 20 Minuten ohne Folie, damit es schön bräunt. Nach 45 Minuten war das Huhn noch laberig und hell und der Kürbis steinhart…
Nach weiteren 20 Minuten war das Huhn gar, der Kürbis aber immer noch nicht. Also Huhn abgenommen und das Gemüse weiter gebacken. Nach weiteren 15 Minuten ging es dann… Also, die Alufolie kann man sich sparen und die Garzeiten großzügig anpassen. Es schmeckte ganz gut, aber herausragend war es nicht. Und es tat mir echt leid ums schöne Tahini. 🙃